Niederamt
Zweckverband Abwasser Schönenwerd hält Delegiertenversammlung ab

Der Jahresabschluss des Zweckverbands der Abwasserregion Schönenwerd (ZAS) fällt im Rahmen der Vorjahre aus - dennoch höhere Kostenbeteiligung für die Gemeinden erwartet.

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Die Model AG in Niedergösgen bestätigte an der Generalversammlung des ZAS ihre Ausbaupläne.

Die Model AG in Niedergösgen bestätigte an der Generalversammlung des ZAS ihre Ausbaupläne.

Bruno Kissling (Archiv)

Der Zweckverband der Abwasserregion Schönenwerd (ZAS) hat kürzlich seine erste Delegiertenversammlung in diesem Jahr abgehalten. Sie habe unter Berücksichtigung der Corona-Schutzmassnahmen in der Turnhalle Gretzenbach stattgefunden, wie der Zweckverband in einer Medienmitteilung schreibt.

26 der 32 Delegierten aller Verbandsgemeinden – dazu gehören Däniken, Dulliken, Erlinsbach SO, Gretzenbach, Niedergösgen, Obergösgen und Schönenwerd – seinen der Einladung gefolgt. Präsident des ZAS, Hanspeter Jeseneg aus Gretzenbach, informierte über die Geschäfte und entsprechende Anträge.

Der Kostenanteil für die Gemeinden ist gestiegen

Die Jahresrechnung 2020 des ZAS schliesst mit einem Aufwand von rund 2,5 Millionen Franken. Dies liege im Rahmen der Vorjahre. Davon entfallen rund 66 Prozent auf die Verbandsgemeinden, der restliche Betrag wird von den angeschlossenen Industriebetrieben übernommen. Der Anteil der Verbandsgemeinden sei bereits im Vorjahr angestiegen, weil die Industriebetriebe ihre abgegebene Schmutzfracht dank Modernisierung ihrer Anlagen reduziert hätten.

Der Präsident habe darauf hingewiesen, dass der Anteil der Gemeinden noch weiter ansteigen könnte. Insbesondere, wenn die Model AG in ihrem Werk Niedergösgen Pläne zur Produktionssteigerung realisiere. Die Gesamtkosten der Abwasserreinigung sinken bei geringerer Industriefracht zwar, allerdings nicht proportional zur Reinigungsleistung. Herr Wilms von der Model AG bestätigte die Ausbaupläne und erwähnte, dass die Produktionssteigerung noch über den kommunizierten Werten liegen soll.

Der Ausbau sei beschlossen, einzig der Ausführungszeitpunkt stehe noch nicht fest. Im Rechnungsjahr 2020 seien wiederum Kanalsanierungen im Umfang von rund 3,5 Millionen ausgeführt worden. «Damit kann das Leitungsnetz des ZAS für die Zukunft gesichert werden.» Weitere Kanalsanierungen seien aber nötig. Alle Anträge des Vorstandes des ZAS an die Delegiertenversammlung wurden einstimmig angenommen. (mgt/otr)