Beim Besuch wenige Tage vor der Eröffnung braucht es einen zweiten kritischen Blick auf die Adressangabe: Hier soll das neue Restaurant sein? In dieser Gewerbehalle? Und wo, bitte schön, ist der Eingang? «Die Beschilderung kommt noch», versichert Patrick Schmutz, der den herumirrenden Besuch an der Tür begrüsst. «Wir sind noch nicht ganz fertig.»

Tatsächlich herrscht in den grossen Räumlichkeiten mitten im Dulliker Industriequartier noch reger Betrieb: In der Küche installieren Handwerker die letzten Geräte, im Essbereich arrangieren zwei Helfer Tische und Stühle, auf dem grossen Buffet werden Reiskocher und Rechauds ausgepackt. Schmutz legt überall Hand an und unterstützt so das Gastronomieprojekt seiner Frau Pakamart Schmutz.

Die thailändische Staatsangehörige ist Inhaberin des neuen Lokals, das nach ihrem Übernamen «Mas» benannt ist. Ihr Konzept: Sie will jeden Abend ein abwechslungsreiches Selbstbedienungsbuffet mit einer Auswahl an mindestens 12 verschiedenen asiatischen – vornehmlich thailändischen – Gerichten bereitstellen. Die Gäste können sich zu einem Pauschalpreis von 36 Franken satt essen. Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren zahlen die Hälfte, jüngere können sich gratis bedienen.

Abwechslungsreiches Buffet

Wie aber unterscheidet sich dieses «All you can eat-»-Konzept vom gängigen «Buffet à discrétion», wie es in vielen asiatischen Restaurants der Region angeboten wird? «Erstens bieten wir jeden Abend eine grössere Anzahl an Speisen an als sonst üblich», erklärt Patrick Schmutz. «Zweitens servieren wir unseren Gästen nicht nur Klassiker wie zum Beispiel Grünes Curry, sondern wollen sie auch hierzulande unbekannte Spezialitäten aus der thailändischen Küche kosten lassen.»

So sollen die Gäste neue kulinarische Erfahrungen sammeln können. Und ihnen soll auch nach mehreren Besuchen nicht langweilig werden. Deshalb gibt es keine fixe Menukarte, sondern gekocht wird, was gerade an frischer Ware zur Verfügung steht. Dass einzelne Produkte aus Thailand in den Lebensmittelkontrollen manchmal durchfallen, weil sie beispielsweise eine hohe Pestizidbelastung aufweisen, ist Patrick Schmutz bewusst.

Auch wenn sie auf seriöse Importeure achten würden – ganz könne man das Risiko nicht ausschalten. Wenn möglich, weiche man auf Alternativen aus. «Aber bei gewissen Gemüsesorten und Gewürzen kommen wir nicht darum herum, thailändische Ware zu beziehen», erklärt Schmutz. Seine Frau, die die Gäste zusammen mit zwei bis drei Mitarbeitenden bekochen wird, stimmt zu: Ihr sei es wichtig, die Speisen ihrer Heimat möglichst authentisch nachzukochen. Beim Fleisch lege sie aber Wert darauf, dieses nach Möglichkeit aus der Schweiz zu beziehen.

Familienfreundliches Lokal

Geöffnet hat das Restaurant «By Mas» vorläufig von Donnerstag bis Sonntag jeweils am Abend ab 17.30 Uhr. «Wir haben die Öffnungszeiten bewusst früh angesetzt, damit Familien zu kinderfreundlichen Zeiten essen können», erklärt Schmutz. Für die Kleinen steht eine grosse Spielecke bereit, wo diese sich nach dem Essen austoben können.

Nebst Familien sollen aber auch Geschäftsleute von der frühabendlichen Öffnung angesprochen werden. Sie sollen sich direkt nach der Arbeit im Restaurant verpflegen können, ohne die Zeit bis zum Abendessen überbrücken zu müssen, so Schmutz. Vorerst wird das Restaurant nur abends betrieben. Ein Ausbau der Öffnungszeiten, beispielsweise mit einem Angebot über Mittag, könne später aber zum Thema werden.