Zum dritten Mal starteten am Samstag beim Restaurant Isebähnli in Trimbach gegen 300 Töffli-Freaks zu ihrem 93 Kilometer langen GP. Eine Rundfahrt, die über die Jurahügel eine echte Herausforderung war für die kleinhubigen Zweitakt-Maschinen. Sogar der über 1100 Meter hohe Brunnersberg musste mit den 50-Kubikzentimeter-Motoren bewältigt werden. Der Regen wurde bei der Besammlung und dem Check-in mit Humor genommen. Und Petrus zeigte Verständnis für die vielen Töffli-Begeisterten und schloss seine Schleusen bereits während der Startvorbereitungen.

Defekte Töffli schon vor dem Start verlangten von den Teilnehmenden grosse Flexibilität. Da verlor das eine Töffli massiv Benzin, für ein anderes wurde dringend eine Zündspule gesucht oder das Gaskabel reagierte überhaupt nicht mehr. Für andere Vehikel reichte die Zeit, sie mit Liebe zum Detail noch aufzumotzen.

Kurz vor dem Start um 10.30 Uhr legten sich Nebelschwaden über das Gelände beim «Isebähnli». Rasch zu erkennen, dass der blaue Dunst vom Benzin-Ölgemisch der Zweitakter stammte – sei es, weil nicht alle Motoren den Sprit gleich gut verbrannten oder mancher zwecks Motorschonung halt noch ein Prozentchen mehr Öl beimischte.

Töffli-GP Trimbach

Töffli-GP Trimbach

   



Dann gings los, ab den Hauenstein hoch. Recht diszipliniert wurden die ratternden und surrenden Zweiräder über den Pass gesteuert. Nach einer kurzen Massierung der Töfflis auf der ganzen Strassenbreite bei der ersten richtigen Steigung nach Wisen zog sich der ganze Tross schnell in die Länge. Bereits in Känerkinden BL tauchten die Fahrerinnen und Fahrer einzeln oder in kleinen Gruppen auf, um eine der steilsten Stellen mit Top-Motorenleistung oder zu Fuss das Töffli stossend zu überwinden.

Ab 14.30 Uhr wurden die ersten Teilnehmenden wieder im Ziel erwartet, wo der Tag bei Musik und gemütlichem Beisammensein mit vielen Erlebnisgeschichten von unterwegs noch lange nicht zu Ende war.