Projekt «beerdigt»
Der Wisner Windpark ist vom Tisch

Auf der Wisnerhöchi wird auch in Zukunft kein Strom produziert. Darüber wurden die Anwesenden an der Gemeindeversammlung informiert.

Noël Binetti
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2015: Vor rund sechs Jahren wurden auf der Wisnerhöchi Messungen durchgeführt – nun wird das Projekt verworfen (Archiv).

2015: Vor rund sechs Jahren wurden auf der Wisnerhöchi Messungen durchgeführt – nun wird das Projekt verworfen (Archiv).

Bruno Kissling

«Im Schnellzugstempo» seien alle Traktanden der Gemeindeversammlung vom Montagabend abgehandelt worden, erklärt auf Anfrage Irma Looser, Gemeindeschreiberin von Wisen.

Vor Ort hätten sich 21 Stimmberechtigte eingefunden. Diese sorgten für ausschliesslich einstimmige Votationen. Die Anwesenden wurden darüber informiert, dass der Gemeinderat bei den kantonalen Behörden beantragt habe, den Windpark Wisnerhöchi aus dem kantonalen Richtplan zu streichen. Die ebenfalls betroffenen Gemeinden Hauenstein-Ifenthal und Trimbach stimmten diesem Antrag auch zu.

Das Vorhaben war aufgrund ungenügend detaillierter Vorabklärungen im Richtplan in der Abstimmungskategorie Zwischenergebnis festgelegt. Dieses Gebiet sei im Windatlas Schweiz nicht als Windpotenzialgebiet ausgeschieden.

Konkret bedeutet das:

«Das Projekt Windpark Wisnerhöchi wurde beerdigt»,

erklärt Looser.

In einer Mitteilung der Gemeinde heisst es dazu: «Der Verein ‹Wisen ohne Windpark› hat somit sein Ziel erreicht.»

Rechnung wird gutgeheissen

Die Jahresrechnung 2020 wurde von Gemeindepräsident Paul Hecht und Finanzverwalterin Beatrice Nützi präsentiert. Genehmigt wurden folgende Nachtragskredite und Projektabschlüsse: rund 37'000 Franken für die Kanalisation Wisenberg, 77'000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung an der Ausserdorfstrasse Sennhof und rund 29'000 Franken für Betriebskosten der ARA Ergholz. Die Erfolgsrechnung wird mit einem Einnahmenüberschuss von 35'000 Franken ausgewiesen, wobei zum ersten Mal ein Steuerfuss von 125 Prozent zum Tragen kommt (bisher 129 Prozent).

Die Nettoinvestitionen der Rechnung werden auf rund 58'000 Franken beziffert. Zum Schluss wurde Schulhauswartin Sonja Bitterli verabschiedet. Bitterli übte ihr Amt während 21 Jahren aus und geht Ende Juli in Pension. Silvia Schärer übernimmt dann die Aufgabe Bitterlis.