«Blick in die Welt» heisst die Skulptur von Paul Gugelmann, die den Trägern des Prix Wartenfels als Ehrengabe überreicht wird. Da passt es, wenn die Preisträger selber Mittler zwischen den Welten sind. Als solchen hat gestern Stadtpräsident Martin Wey in seiner Laudatio den Madagaskar-Oltner Stefan Frey bezeichnet.

Aber auch die drei andern Preisträger vermitteln, alle auf ihre Art, zwischen verschiedenen Welten: Ein Kino wie das Oltner «Lichtspiele» bringt seinem Publikum mit jeder Filmvorführung andere Welten näher; ebenso der Theatermann Christoph Schwager, der mit seinem Lebensweg als Seelsorger (unter anderem in Peru), Autor und Schauspieler unterschiedliche Welten in seiner Person verkörpert; und auch das Unternehmen Elektro-Fürst, das seine Welt, die der Elektroinstallationen, mit einem breiten Sponsoring für die Welten von Sport und Kultur verbindet.

Wohl über 100 Personen nahmen am Freitagabend an der Preisverleihung auf Schloss Wartenfels teil. Stiftungsratspräsident Peter André Bloch nannte das Schloss einen Ort des Selbstbewusstseins des unteren Kantonsteils. Er erinnerte an die Aufgaben der Stiftung: Unterhalt und nie endenden Sanierungen des Schlosses, aber auch die jährliche Sommersaison mit Ausstellungen und weiteren Anlässen.

«Wir Solothurner haben immer die Tendenz, uns schlechter zu verkaufen als wir sind», stellte Landammann Roland Fürst in seiner Ansprache fest. Darum sei er ein Freund von Preisverleihungen. «Die Preisträger des Prix Wartenfels haben etwas Nachhaltiges geleistet», rühmte Fürst und sprach sie direkt an: «Was ihr macht, spornt andere an, etwas Grosses zu vollbringen.»

Peter André Bloch schloss mit einem persönlichen Dank an den auf Ende dieses Jahres scheidenden Leiter des kantonalen Amts für Kultur und Sport, Cäsar Eberlin, mit dem er 43 Jahre lang in der Kulturförderung durch gute und schlechte Zeiten gegangen sei: «Wir sind immer wieder aufgestanden und haben weitergemacht: der Sache zuliebe.»

Das Saxofon-Duo «Saxerstrasse» (Willy Kenz und Judith Simon) entführte die Gäste mit Mozart-Klängen in andere Welten.