Niedergösgen
Wissenswertes zu Energieholz und Waldwegen vermittelt: rund 200 Leute nahmen an Spaziergang teil

Die Bürgergemeinde lud zum diesjährigen Waldgang. Den zahlreichen Gästen wurden Themen rund um den Wald näher gebracht.

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Forstwart Daniel Lehmann wirft eine Kopie des Unspunnensteins 3,36 Meter weit.

Forstwart Daniel Lehmann wirft eine Kopie des Unspunnensteins 3,36 Meter weit.

zvg

Bei schönstem Herbstwetter fanden sich kürzlich rund 200 Personen zum Waldgang in Niedergösgen ein, zu welchem die Bürgergemeinde eingeladen hatte. Nach der Begrüssung durch Bürgergemeindepräsident Patrick Friker startete ein zweistündiger Rundgang in Richtung «Buerwald», wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist.

Die Firma Hirter und Tschanz aus Safenwil führte den Anwesenden das Verarbeiten von Holzstämmen zu Schnitzeln vor. Die dicksten Baumstämme wurden von einer riesigen Maschine problemlos zerhackt und als Schnitzel direkt auf einen bereitstehenden Lastwagen geblasen.

«Die Besucher zeigten sich beeindruckt, in welch kurzer Zeit ein Baumstamm zu Schnitzeln verarbeitet werden kann.»

Die Schnitzelproduktion diene in Niedergösgen vorwiegend der Beheizung des Schulhauses. So würden die Holzschnitzel lokal genutzt. Patrick Friker informierte darüber, dass der Liefervertrag mit der Einwohnergemeinde soeben um 25 Jahre verlängert werden konnte.

Die Firma Waldenergie AG aus Winznau habe zudem anschaulich die Instandstellung einer Waldstrasse mit Mergelbelag demonstriert. Eine Waldstrasse müsse mit 40 Tonnen schweren Lastwagen befahrbar sein. Sie diene vorwiegend dem Abtransport von Holz. «Der durch vier mächtige Baumaschinen innert Kürze erneuerte Strassenabschnitt begeisterte die Zuschauer, heisst es in der Mitteilung.

Forstwart wirft Kopie des Unspunnensteins

Mit dieser Maschine wird Brennholz zerkleinert.

Mit dieser Maschine wird Brennholz zerkleinert.

zvg

Auch die automatische Herstellung von Brennholz wurde durch die Firma Waldenergie AG präsentiert. «Eine imposante Maschine kann bis zu 80 Zentimeter dicke Baumstämme mühelos spalten und schneiden. So können pro Stunde direkt im Wald bis zu sechs Ster Holz zu Brennholz verarbeitet und gebündelt werden. Der Niedergösger Wald werde seit über drei Jahren vom lokalen Forstunternehmer Eng und Sohn bewirtschaftet. Dessen Forstwart, Daniel Lehmann, liess es sich schliesslich nicht nehmen, eine Kopie des über 80 Kilo schweren Unspunnensteins zu stossen und erreichte eine erstaunliche Weite von 3,36 Metern.

Beim Waldhaus offerierte die Bürgergemeinde anschliessend den Teilnehmenden einen Imbiss.

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