Vor bald zehn Jahren schaffte die erste Mannschaft von Volley Schönenwerd den Aufstieg in die höchste Spielklasse. Seither trägt das Fanionteam seine NLA-Heimspiele in der Däniker Erlimatthalle, in der Turnhalle der Kreisschule Mittelgösgen in Lostorf oder in der Giroud-Olma-Halle in Olten aus. Ein Grossteil der Trainings findet in Aarau statt. Die weiteren knapp zwanzig Jugend- und Aktiv-Teams von Volley Schönenwerd trainieren und bestreiten ihre Matches in den nicht NLA-tauglichen Hallen in Schönenwerd (Dorf und Feld) sowie diversen Hallen in Aarau.

«Schöni» fehlt seit Jahren ein richtiges und eigenes Zuhause. Dies war von Vereinsseite her immer wieder zu vernehmen. Eine Heimspielstätte für alle Teams. Aber auch ein zentraler Begegnungsort und ein Treffpunkt, welcher das Vereinsleben fördert. Mit dem Spatenstich am 21. März des laufenden Jahres wurde aus dem Traum einiger klubnaher Visionäre Wirklichkeit. Am 20. Januar, nach einer zehnmonatigen Bauzeit, wird die Betoncoupe-Arena auf dem Sportplatz Feld in Schönenwerd mit dem NLA-Spiel gegen Lausanne UC eingeweiht. Zudem plant die BaS Immobilien AG im Frühling ein Einweihungsfest.

So präsentiert sich die neue Betoncoupe-Arena in Schönenwerd

So präsentiert sich die neue Betoncoupe-Arena in Schönenwerd

Im Schlussspurt

Nur noch knapp vierzig Tage bleiben also. Es wird eng. Der Boden, der am Ende der letzten Woche seine oberste Schicht bekam, soll bis zum 18. Januar trocken sein. Bis dahin ist das Spielfeld Sperrzone. Danach ist aber noch das Feintuning nötig: Auf den anthrazitfarbenen Boden werden Spielfelder in Terrakotta gemalt, und auch die Linien müssen noch eingezeichnet werden. Montiert sind dagegen bereits die meisten Sponsorentafeln sowie zwei Projektionsflächen für Spielstände, Grafiken oder andere Informationen. Erst nach der Eröffnung werden die Trennwände, mit denen die Dreifachturnhalle unterteilt werden kann, fertiggestellt.

Bis zu 2000 Zuschauer werden in der Betoncoupe-Arena Platz finden. Im ersten Stock bei der Fensterfront befindet sich der Restaurationsbetrieb. Daneben ein Lager, Küche und ein Fitnessraum. Im obersten Stock gibts den VIP-Bereich und einen Mehrzweckraum mit Sportboden. Dieser kann für Fitnessstunden, Tanz- oder Yogalektionen, aber auch für Taktik-Schulung und Spielanalysen gebucht werden. Die Halle wird dank der zentralen Lage zum nationalen Leistungszentrum von Swiss Volley. Dank dieser Rolle ist die Arena laut des Solothurner Regierungsrats von herausragender Bedeutung und bekam rund 700'000 Franken aus dem Sportfonds zugesprochen.

Eine Halle für die Hünen

Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf knapp 4,5 Millionen Franken. Für den Bau, die Finanzierung und den Betrieb ist die Bas Immobilien AG zuständig. Hauptsponsorin ist die auf Betonrückbau spezialisierte Firma Betoncoupe aus Schönenwerd. Volley Schönenwerd und Swiss Volley sind die Hauptmieter. Die Halle kann aber auch von anderen Vereinen, Schulen, Firmen und Institutionen für Sporttrainings und Wettkämpfe, oder auch für kulturelle und gesellschaftliche Anlässe gemietet werden.

Dass die Halle in erster Linie die Heimat von Volleyballern sein wird, zeigt sich in einem kleinen Detail, das aber sofort auffällt. Die Duschbrausen in den insgesamt sechs Spielergarderoben sind um einiges höher angebracht als üblich. Die Handwerker hätten zuerst gelacht, liessen sich dann aber doch vom Sinn überzeugen.