Der Trimbacher Kindergarten ist baufällig. Die Isolation ist ungenügend und ein Notdach wurde vergangenes Jahr installiert. Es ist unumstritten, dass ein neues Gebäude gebaut werden muss. Dies wurde an der Budgetgemeindeversammlung im Dezember 2018 beschlossen.

An der Gemeinderatsitzung von vergangener Woche beschloss der Rat nun einstimmig, dass das Architekturbüro Hayoz Architektur GmbH aus Trimbach das Projekt bis und mit den Werkverträgen betreuen wird. Die Verträge werden im Frühjahr 2020 aufgelegt.
Das Architekturbüro war schon für die erste Planung und Skizze verantwortlich. Ihr Projekt wurde an der letzten Gemeindeversammlung vorgestellt.

«Das Projekt stimmt und ist zahlbar»

«Es ist ein guter und detaillierter Entwurf», sagt Gemeindepräsident Martin Bühler. «Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass dieser Vorschlag die bestmögliche Lösung ist. Das Projekt stimmt und ist zahlbar.»

Gemäss Plan wird im Herbst 2020 dieses Gebäude an der Brückenstrasse stehen.

Gemäss Plan wird im Herbst 2020 dieses Gebäude an der Brückenstrasse stehen.

An der Sitzung von dieser Woche bewilligte der Gemeinderat zudem die erste Kredittranche für das Projekt. Für Bühler ist klar: «Wir wollen keine Zeit verlieren und mit den Bauarbeiten so schnell wie möglich beginnen.»

Schon nächstes Jahr wird gebaut

Wenn alles wie geplant läuft, werden nächstes Jahr zu Beginn der Sommerferien die Bauarbeiten starten. Zum Ende der Herbstferien 2020 können die Kindergärtler ihre neuen Unterrichtsräume beziehen. In der Zwischenzeit werden die Kinder im Schulhaus Leinfeld und im Kindergarten an der Kirchenfeldstrasse unterrichtet.

Dass der neue Kindergarten wieder an der stark befahrenen Brückenstrassen gebaut wird, war zuerst umstritten. «Das Projekt wäre aber eine halbe Million teurer geworden, hätten wir den Standort gewechselt», erklärt Bühler.

2,4-Millionen-Projekt für Kindergärtler

Im neuen Gebäude sollen anstelle von zwei Klassenzügen, drei Platz haben. So können 60 Kinder unterrichtet werden. Neben den Klassenräumen werden auch Gruppenräume entstehen, in denen zukünftig Zusatzunterricht stattfinden wird. Das Projekt kostet insgesamt 2,4 Millionen Franken.

Anstelle des heutigen Pavillons soll ein zweistöckiges Gebäude entstehen. «Die Anwohner an der Weiherstrasse werden nach den Bauarbeiten ein höheres Gebäude vor ihren Balkone haben», sagt Bühler. Damit es nicht zu verzögernden Einsprachen kommt, ist die Bevölkerung in den Planungsprozess miteinbezogen worden.

Noch bis zum 25. August können die Direktbetroffenen Anregungen während der sogenannten öffentlichen Mitwirkung einbringen. Laut Gemeindepräsident hat sich bis jetzt noch niemand zum Projekt geäussert. «Das ist ein gutes Zeichen und zeigt, dass die Trimbacher diesen Kindergarten in dieser Form wollen», sagt er.