Dulliken

Nach 48 Jahren bei der SBB: Ein Leben zwischen Gleisen und Schotter

SEV-Sekretär Urs Huber (rechts) verabschiedet Markus Kaufmann (links) am Bahnhof Dulliken mit einem Geschenk.

SEV-Sekretär Urs Huber (rechts) verabschiedet Markus Kaufmann (links) am Bahnhof Dulliken mit einem Geschenk.

Nach 48½ Jahren endete der Eisenbahnerdienst von Markus Kaufmann bei den SBB am Bahnhof Dulliken. Urs Huber aus Obergösgen überreichte ihm ein Geschenk.

«Alles begann am Montag, 17. April 1972, um 10 Uhr beim Reisebüro in Basel», blickt Markus Kaufmann auf den Anfang seines Dienstes für die SBB zurück. Dass daraus fast ein halbes Jahrhundert werden würde, ahnte der damals 16-Jährige zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zunächst absolvierte Kaufmann, der im bernischen Zollikofen aufwuchs, eine zweijährige Lehre als Gleismonteur in Muttenz und Dulliken.

Ein Wanderdasein folgte, da damals noch eine Wohnsitzpflicht mit der jeweiligen Stelle verbunden war: Zunächst wohnte Kaufmann in Neuenburg und arbeitete auf der Strecke nach Bevaix, dann kam er nach Lyss und Pieterlen, wo er auf der Strecke Biel Rangierbahnhof bis Lengnau erst Vorarbeiter und dann Aufseher wurde.

In Aarau übernahm er 1988 den Posten des Bahnmeisters Stellvertreters, den er bis 1996 ausübte. Bis 2000 arbeite Kaufmann als Kadermeister der Kadergruppe in Solothurn und Olten, um anschliessend als Projektleiter Fahrbahn in Zürich, Luzern und Olten tätig zu sein.

Ein Stück Schiene als Dank

«Meine Laufbahn endete am Montag, 30. November 2020, um 16 Uhr im Aarepark in Olten», bilanziert Kaufmann seinen Abschied von den SBB. Von der Eisenbahnergewerkschaft SEV wurde er am Bahnhof Dulliken verabschiedet.

Urs Huber, SP-Kantonsrat aus Obergösgen leitet das SEV-Team SBB Infrastruktur. Er überraschte Kaufmann mit einem kleinen Geschenk und einem Stück Schiene als Dank für seine lange Treue und Engagement in seinem Beruf und für die Gewerkschaft SEV.

Die Übergabe fand auf dem Perron im Bahnhof Dulliken statt, wo Kaufmann am damals neuen Gleis 3 seine Lehre anfing. «Eine solche Laufbahn ist am Aussterben», stellt Huber fest. «Es ist sehr selten, dass sich jemand von der Pike auf als Gleisbauer zum Projektleiter entwickelt kann. Das praktische Wissen von Kollegen wie Markus Kaufmann ist enorm. Das kann man nicht einfach in der Schule abholen.»

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