Versammlung

Mitgliederschwund bei Kirchgemeinde Niederamt noch ohne finanzielle Auswirkung

Evangelisch-reformierte Kirche Lostorf gehört zu der Kirchgemeinde Niederamt.

Evangelisch-reformierte Kirche Lostorf gehört zu der Kirchgemeinde Niederamt.

Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Niederamt erwägt dennoch einen Reduktion von drei auf zwei Pfarrkreise.

Im zweiten Halbjahr 2019 beschäftigte sich der Kirchgemeinderat mit dem Abschluss einiger Infrastrukturprojekte, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Themen waren unter anderem die Heizungsrenovation in der Kirche Lostorf, die Reparatur der Heizung im Kirchgemeindehaus Niedergösgen sowie die Planung neuer Heizungssysteme in Ober- und Niedergösgen.

An der Kirchgemeindeversammlung vor einem Jahr stimmte die Versammlung der Heizungssanierung der Kirche in Lostorf zu. Die Aufträge dazu wurden im Frühjahr an zwei lokale Unternehmen vergeben und im Sommer ausgeführt. Im September, rechtzeitig zu Beginn der Heizperiode, konnte die neue Tandem-Wärmepumpenanlage in Betrieb genommen werden. Die Anlage wird durch drei Erdsonden im Winter mit Wärme und im Sommer mit Kälte versorgt. Die neue Anlage ermöglicht auch eine leichte Kühlung der Kirche im Sommer. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine Klimaanlage, sondern um eine passive Kühlung des Kirchenraums im Sommer.

Arbeitszeiten beim Personal werden ausgewertet

An der Budget-Kirchgemeindeversammlung vom 11. Dezember 2019 in Lostorf wurde mitgeteilt, dass eine Arbeitszeiterfassung bei den Sigristinnen, den Abwartinnen und den Abwarten durchgeführt wurde. Diese Massnahme hatte der Kirchgemeinderat an seiner Sitzung vom 24. Oktober 2018 beschlossen. Während eines Jahres haben sie ihre Arbeitszeiten erfasst. Die Auswertung konnte im Herbst durchgeführt werden.

Die Sanierungen der Heizungen in Obergösgen und in Niedergösgen waren weitere Themen, die den Kirchgemeinderat im zweiten Halbjahr beschäftigt haben. Zwei externe Energieberater wurden beigezogen, um alle möglichen Varianten richtig zu beurteilen. In beiden Kirchgemeindehäusern wird noch mit Öl und veralteten, reparaturanfälligen Anlagen geheizt. Der Kirchgemeinderat ist sich seiner Verantwortung für Mensch und Umwelt bewusst und möchte daher möglichst auf fossile Brennstoffe verzichten und den CO2-Ausstoss so tief wie technisch möglich halten. Da es sich um grosse Investitionen handelt und noch nicht alle Möglichkeiten durchgespielt und bewertet werden konnten, konnte an der Versammlung noch kein Konzept vorgelegt werden. In Form von zwei Nachtragskrediten sollte dies anlässlich der Kirchgemeindeversammlung vom 24. Juni 2020 möglich sein.

Neue Orgel im Kirchgemeindehaus Schönenwerd

Im Kirchgemeindehaus in Schönenwerd konnte im August eine elektronische Orgel installiert werden. Dank der umsichtigen Planung von Pfarrer Wilhelm und der Kirchenkommission von Schönenwerd/Niedergösgen/Eppenberg-Wöschnau waren die Kosten mit 13000 Franken gering. Dank eines Orgelfonds der Ortskirchgemeinde beliefen sich die durch die Kirchgemeinde zu tragenden Kosten nur auf 8000 Franken. Der Kirchgemeindehaus stehende Konzertflügel passt nicht zur Begleitung der Kirchlieder in den Gottesdiensten. Die Orgel konnte am 10. November 2019 feierlich eingeweiht werden.

Rote Zahlen sind möglich, aber noch nicht ersichtlich

In der 2017 eingesetzten Arbeitsgruppe «Kirche 2020» wurde berechnet, dass wir Anfang der 2020er-Jahre in die roten Zahlen abrutschen. Aufgrund der höheren Steuereinnahmen ist dies bisher noch nicht eingetreten. Bei einem Mitgliederschwund von jährlich über 100 Mitgliedern ist dies aber unausweichlich und dem kann nur durch Sparmassnahmen begegnet werden.

Pfarrer Ueli Wilhelm hat das Pensionsalter bereits erreicht. Seinem Wunsch entsprechend hat der Kirchgemeinderat einer Verlängerung seiner Amtszeit zugestimmt. Diese Verlängerung endet im Frühling. Ob sich Pfarrer Wilhelm zu einer zweiten Verlängerung entschliesst, ist noch offen. Pfarrer Michael Schoger wird Ende 2021 pensioniert, hat sich aber bereiterklärt, bis zur Konfirmation 2022 weiter zu arbeiten. Die Gelegenheit dann von drei Pfarrkreisen auf zwei Pfarrkreise zu reduzieren bietet sich an. Auch Finanzverwalterin Susanna Simmen wird im Sommer 2021 pensioniert. Ihre Nachfolge soll gleichzeitig mit einer Reorganisation erfolgen. Der Kirchgemeinderat wird nächstes Jahr beraten und Empfehlungen ausarbeiten. (mgt)

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