Legislatur 2021-2025
Kaum neue Gesichter in den Gemeindepräsidien – die Niederämter Übersicht

Im Juni wird in den Gemeinden das höchste Amt neu besetzt. In der Amtei Olten-Gösgen bleibt dabei vieles beim Alten.

Noël Binetti
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Die Neuen. Oben, v.l.: Walter Schärer, kandidiert für FOG Gretzenbach - Barbara Gerber, kandidiert für die SP Gretzenbach und Bruno Stalder, FDP Boningen. Unten, v.l.: Charlotte Shah-Wuillemin, FDP Schönenwerd - Reto Müller, CVP Gunzgen und Fabian Aebi, FDP Rickenbach.

Die Neuen. Oben, v.l.: Walter Schärer, kandidiert für FOG Gretzenbach - Barbara Gerber, kandidiert für die SP Gretzenbach und Bruno Stalder, FDP Boningen. Unten, v.l.: Charlotte Shah-Wuillemin, FDP Schönenwerd - Reto Müller, CVP Gunzgen und Fabian Aebi, FDP Rickenbach.

Bilder: Zvg

Nachdem für die Legislatur 2021 bis 2025 alle Gemeinderäte gewählt wurden, gilt es zu bestimmen, wer ihnen im Amt der Gemeindepräsidentin oder des Gemeindepräsidenten vorstehen wird.

Viele neue Gesichter wird es in der Amtei Olten-Gösgen nicht geben, deren lediglich fünf nämlich. Umstritten ist das Amt sogar in nur einer Gemeinde: in Gretzenbach. Wir haben alle Bisherigen und Neuen nach Gemeinden aufgelistet. In den meisten der 24 Dörfer wurde still gewählt. Dort werden die angesetzten Wahlen nicht mehr stattfinden. In den anderen Gemeinden verlangt die Gemeindeordnung, dass auch bei nur einer Kandidatur ein Urnengang stattfinden muss. Der einzige Kandidat oder die einzige Kandidatin muss dort jeweils das absolute Mehr aller abgegebenen Stimmen für sich entscheiden. Dort wo diese Wahl noch durchzuführen ist, wird dies am 13. Juni geschehen.

Ob es die Schwierigkeit ist, Unbekannte und frische Leute für dieses Amt zu begeistern, oder ob die Bisherigen nach zum Teil mehreren Amtsperioden durch ihre Bekanntheit eine abschreckende Wirkung auf mögliche Kandidierende haben, ist ungewiss. Beides dürfte eine Rolle spielen.

Klar ist; auch beim höchsten kommunalen Amt zeigt sich die stille Wahl als sehr beliebt: Von 24 Gemeinden machen 13 davon Gebrauch. Mehr als die Hälfte:

  • Boningen: Hier wird Bruno Stalder (neu, FDP) Manfred Zimmerli (bisher, FDP) ersetzen. Stalder wurde still gewählt.
  • Däniken: Der bisherige Matthias Suter (FDP) ist einziger Kandidat und muss an der Urne bestätigt werden.
  • Dulliken: Der bisherige Walter Rhiner (FDP) ist hier einziger Kandidat. Dennoch muss er zur Wahl antreten.
  • Eppenberg-Wöschnau: Der bisherige Stephan Bolliger (parteilos) ist still wiedergewählt. Die angesetzte Wahl fällt darum aus.
  • Erlinsbach SO: Die bisherige Madeleine Neumann (FDP) ist einzige Kandidatin. Dennoch muss hier eine Urnenwahl stattfinden.
  • Fulenbach: Der bisherige Thomas Blum (FDP) ist einziger Kandidat. Dennoch muss er zur Wahl antreten.
  • Gretzenbach: Hier kommt es zu einer echten Wahl: Um das Amt des scheidenden Gemeindepräsidenten, Daniel Cartier (bisher, FDP), bewerben sich Walter Schärer (bisheriger Gemeinderat, FOG) und Barbara Gerber (neu, SP). Würde Gerber das Rennen machen, würde dafür die neugewählte Andrea Hürzeler (SP) aus dem Gemeinderat austreten. «Das ist mit den beiden Frauen so abgesprochen», teilt die Präsidentin der SP-Ortspartei, Katharina Hürzeler, auf Anfrage mit.
  • Gunzgen: Hier wird Reto Müller (neu, CVP) den bisherigen Hansruedi Krähenbühl (FDP) ersetzen. Müller gilt als in stiller Wahl gewählt.
  • Hauenstein-Ifenthal: Der bisherige Stefan Berchtold (parteilos) wurde in stiller Wahl gewählt.
  • Hägendorf: Der bisherige Andreas Heller (SP) wurde in stiller Wahl im Amt bestätigt.
  • Kappel: Der bisherige Rainer Schmidlin (CVP) wurde in stiller Wahl gewählt. Die angesetzte Wahl findet darum nicht statt.
  • Kienberg: Die bisherige Adriana Gubler (FDP) gilt als in stiller Wahl gewählt.
  • Lostorf: Der bisherige Thomas A. Müller wurde in stiller Wahl im Amt bestätigt. Die angesetzte Wahl findet darum nicht statt.
  • Niedergösgen: Der bisherige Roberto Aletti (CVP) wurde zeitgleich mit den Gemeinderatswahlen in seinem Amt als Gemeindepräsident bestätigt. Er setzte sich gegen den Beno Meier (parteilos) durch.
  • Obergösgen : Der bisherige Peter Frei (FDP) ist einziger Kandidat. Dennoch muss er sich an der Urne einer Wahl stellen.
  • Rickenbach: Hier wird Fabian Aebi (neu, FDP) den bisherigen Dieter Leu (CVP) ersetzen. Aebi gilt als in stiller Wahl gewählt.
  • Starrkirch-Wil: Der bisherige Christian Bachofner (FDP) war hier einziger Kandidat. Dennoch muss er sich einer Urnenwahl stellen und das Mehr aller abgegeben Stimmen holen.
  • Schönenwerd: Hier wurde der bisherige Peter Hodel (FDP) in den Regierungsrat gewählt. Seine Nachfolge wurde gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen gewählt: Es ist Charlotte Shah-Wuillemin (FDP). Sie setzte sich bei der Wahl durch gegen Johannes Brons (SVP).
  • Stüsslingen-Rohr: Der bisherige Georges Gehriger (FDP) ist als einziger angetreten. Dennoch muss er sich einer Urnenwahl im Juni stellen.
  • Trimbach: Auch hier ist der bisherige Martin Bühler (SP) der einzige Kandidat im Rennen. Dennoch findet eine Urnenwahl statt.
  • Walterswil: Die bisherige Marie-Louise Wilhelm (FDP) wurde in stiller Wahl bestätigt. Der angesetzte Wahlgang im Juni fällt deswegen aus.
  • Wangen b. Olten : Die Regierungsige Gemeindepräsidentin, Daria Hof (FDP), vergoldet auch in stiller Wahlverwaltung . Die angespannten Wahl findet nicht statt, da nicht mehr Kandidaturen getroffen werden als Sitze zu gehören sind. Hier kommt es zu einem Kampfwahl ums Vizegemeindepräsidium . Darum beworben hat sich neben Florian Wüthrich (auch, FDP) auch Bettina Widmer (neu, SP). Vizegemeindepräsidium . Darum beworben hat sich neben Florian Wüthrich (auch, FDP) auch Bettina Widmer (neu, SP).
  • Winznau: Der bisherige Daniel Gubler (CVP) gilt als in stiller Wahl wiedergewählt. Die angesetzte Wahl im Juni findet nicht statt.
  • Wisen: Der bisherige Paul Hecht (parteilos) reichte als einziger seine Kandidatur ein. Dennoch muss er sich in rund fünf Wochen an der Urne einer Wahl stellen.