Kernkraftwerk Gösgen-Däniken
Schriftliche Abstimmung: Zwei neue Mitglieder in Verwaltungsrat gewählt

Das Kernkraftwerk Gösgen-Däniken passt Abstimmung an Corona-Schutzmassnahmen an. Diese werden auch bei der jährlichen Revision der Anlage umgesetzt. Im letzten Betriebsjahr habe es keine Sicherheitstechnische Probleme gegeben.

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Gerade findet die Jahresrevision statt: derweil hielt das Kernkraftwerk Gösgen-Däniken eine schriftliche Generalversammlung ab und wählte zwei Mitglieder neu in den Verwaltungsrat (Archiv).

Gerade findet die Jahresrevision statt: derweil hielt das Kernkraftwerk Gösgen-Däniken eine schriftliche Generalversammlung ab und wählte zwei Mitglieder neu in den Verwaltungsrat (Archiv).

Bruno Kissling

An der 48. ordentlichen Generalversammlung der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG haben die Aktionäre alle Mitglieder des Verwaltungsrats für die dreijährige Amtsperiode bis 2024 gewählt. Neu im Verwaltungsrat Einsitz nehmen Amédée Murisier, Vertreter der Alpiq AG und Hans Peter Maeder, Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW). Amédée Murisier leitet die Wasserkraftproduktion von Alpiq, Hans Peter Maeder ist Leiter Produktion bei der CKW.

Präsident Michael Wider und die übrigen Mitglieder wurden wiedergewählt. Auch den weiteren Anträgen haben die Aktionäre zugestimmt. Die Aktionäre übten ihre Rechte auf schriftlichem Weg aus, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist. Lagebericht und Jahresrechnung wurden genehmigt, ebenso entlastete die Generalversammlung die Mitglieder des Verwaltungsrates. «Die Generalversammlung stand primär im Zeichen der Gesamterneuerungswahlen des Verwaltungsrats für die Amtsperiode 2021-2024», heisst es.

Dabei sei es zu zwei bereits im Vorfeld der Generalversammlung angekündigten Veränderungen gekommen: Thomas Bucher als Vertreter der Alpiq AG und Markus Dietrich als Vertreter der CKW verzichteten auf eine Wiederwahl.

Jahresrevision findet unter zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen wegen Corona statt

Seit Samstag, dem 22. Mai 2021, ist das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) für die Jahresrevision planmässig abgeschaltet. Der Betriebsunterbruch für den Brennelementwechsel und für die Instandhaltungsarbeiten dauert rund 5 Wochen, wie es in einer weiteren Mitteilung heisst. Der vergangene 42. Betriebszyklus dauerte 331 Tage. In dieser Zeit produzierte das KKG rund 7910 Millionen Kilowattstunden Strom und deckte damit gut 13 Prozent des schweizerischen Strombedarfs.

«Die Anlage wurde ohne sicherheitstechnische Probleme betrieben»,

heisst es im Bericht.

36 Brennstäbe werden ersetzt

Die Mitarbeitenden des KKG würden während der Revision von insgesamt rund 1000 externen Fachkräften aus über 100 in- und ausländischen Unternehmen unterstützt. In der Jahresrevision werden 36 der insgesamt 177 Brennelemente ersetzt. Die Brennelemente bestehen aus frischem Uran. Zusätzlich zum Brennelementwechsel würden umfangreiche wiederkehrende Prüfungen und Instandhaltungsarbeiten an bau-, maschinen-, elektro- und leittechnischen Systemen und Komponenten durchgeführt. Zu den Schwerpunkten dieser Jahresrevision gehörten im nuklearen Teil der Anschluss des Deionatbeckens zur Erweiterung der Wasserreserven an das Notstandsystem.

Weiter werde dieses Jahr im konventionellen Teil eine Grossrevision des Generators durchgeführt und der Kondensatkühler ausgetauscht. Zudem würden die Arbeiten an der Reaktorkuppel weitergeführt und 320 Stützfüsse in der Kühlturmtasse saniert, heisst es in der Mitteilung. Und: «Während der Jahresrevision werden die eingeführten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beibehalten, um das Personal zu schützen.» (mgt/otr)