Tief durchatmen. Es ist geschafft. Die Trimbacher Tenniscracks haben ihr Saisonziel erreicht und haben sich für die Finalrunde in Lausanne qualifiziert. Für das Team von Coach Bartolomé Szklarecki war es allerdings ein hartes Stück Arbeit, bei dem ganz zum Schluss auch noch ein wenig Glück dazu kam.

Vier Punkte Vorsprung hatten sich die Trimbacher im Verlauf der ersten vier Runden auf Neuenburg, den direkten Konkurrenten im Kampf um den letzten Finalrundenplatz, herausgespielt. Eigentlich ein beruhigendes Polster.

Doch dann schlugen die Neuenburger in der letzten Runde überraschend den Tabellendritten Seeblick ZH mit 6:3. Die Trimbacher mussten also in ihrem letzten Spiel gegen den Titelfavoriten Genève Eaux-Vives ebenfalls fleissig Punkte sammeln.

Und das taten die Trimbacher dann bereits in den Einzelpartien. Etwas überraschend stand es nach den sechs Einzeln nämlich 3:3. «Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet», sagt der Teamverantwortliche Peter Gubler. Die Trimbacher profitierten bei ihren Siegen aber auch davon, dass Sandro Ehrat auf Position drei und David Novak auf Position fünf durch die verletzungsbedingte Aufgabe ihrer Gegner vorzeitig gewannen.

Den dritten Einzelpunkt holte sich Luca Keist, der den stärker klassierten Andrew Ruppli in drei Sätzen schlagen und damit seinen ersten NLA-Einzelsieg feiern konnte. Dass die Trimbacher in der Folge auch noch zwei Doppel und damit die gesamte Begegnung mit 5:4 gewinnen konnten, war Zugabe und gut fürs Selbstvertrauen im Hinblick auf die Finalrunde.

Über den unerwarteten Sieg gegen Genf zum Abschluss der Vorrunde hat sich Peter Gubler gefreut. Analysiert er aber die gesamte Gruppenphase, ist er nicht ganz zufrieden. «Der dritte Platz wäre möglich gewesen, denn wir haben gerade im Doppel ein paar Punkte verschenkt. Der vierte Platz und die Teilnahme an der Finalrunde ist aber trotzdem toll», so der Teamverantwortliche.

Positiv sei auch zu werten, dass die beiden Tschechen in Diensten des TC Froburg Trimbach, Martin Vacek und David Novak, nach einem schwierigen Start in die Meisterschaft immer besser in Fahrt kommen.

In Halbfinal wartet GC

Trotzdem: Im Halbfinalduell vom Samstag gegen Qualifikationssieger GC ist der TC Froburg Trimbach der klare Aussenseiter. Die Direktbegegnung in der Vorrunde ging gleich mit 7:2 an die Zürcher. Deswegen stecken die Trimbacher den Kopf aber nicht in den Sand. Im Gegenteil. Die Niederämter haben sehr gute Erinnerungen ans letzte Jahr.

Auch dort trafen sie im Halbfinal als Aussenseiter auf GC und landeten mit dem 5:4-Sieg einen veritablen Exploit. Und das notabene nach einem 2:4-Rückstand nach den Einzelpartien. Liegt also auch in diesem Jahr wieder ein solcher Exploit drin? «Möglich ist es, aber es wird sehr hart. GC ist der klare Favorit und wir sind im Doppel noch nicht so stark wie im letzten Jahr», gibt Peter Gubler zu bedenken.