Gemeinderat

In Lostorf sollen alle gleich behandelt werden

Die Erziehungsberechtigten sollen je nach Einkommenshöhe einen Beitrag der Gemeinde an die selbst getragenen Kosten für die Betreuungsangebote erhalten. (Symbolbold)

Die Erziehungsberechtigten sollen je nach Einkommenshöhe einen Beitrag der Gemeinde an die selbst getragenen Kosten für die Betreuungsangebote erhalten. (Symbolbold)

Der Gemeinderat Lostorf hat das Subventionsmodell für familien- und schulergänzende Kinderbetreuung überprüft.

Der Verein Kinderburg Lostorf betreibt im Leistungsauftrag der Gemeinde seit Herbst 2013 eine Kindertagesstätte (Kita) zur familienergänzenden Betreuung von Kindern im Alter von 3 Monaten bis 10 Jahren. Um die Kinderburg finanziell zu unterstützen, hat sich die Gemeinde seinerzeit für eine «Objektfinanzierung» (Unterstützung der Trägerschaft) und einer Defizitgarantie mit einem Kostendach von maximal 77'000 Franken entschieden.

Mit dem heutigen Finanzierungsmodell ist die soziale Gerechtigkeit nicht mehr gegeben, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Familien, welche sich für eine Tagesfamilie entscheiden oder ihre Kinder in einer anderen Kita betreuen lassen, werden mit der heutigen Regelung ausgeschlossen.

Bei der «Subjektfinanzierung» erhalten die Erziehungsberechtigten je nach Einkommenshöhe einen Beitrag der Gemeinde an die selbst getragenen Kosten für die Betreuungsangebote. Die Subventionen werden in der Regel als sogenannte Betreuungsgutscheine den Erziehungsberechtigten ausbezahlt.

Gemeinderat entschied sich für Objektfinanzierung

Für die Weiterentwicklung der Art des Subventionsmodells für die familienergänzende Kinderbetreuung in der Gemeinde hat das erfahrene Fachbüro Communis GmbH, Luzern entsprechende Entscheidungsgrundlagen zur Weiterentwicklung der Subventionierung ausgearbeitet und dem Gemeinderat vorgestellt. Der Bund hat zurzeit zusätzliche Finanzhilfen für die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung in Kraft gesetzt, allerdings unter Einhaltung gewisser Auflagen. Insgesamt wurden fünf verschiedene Berechnungsmodelle erarbeitet. Je nach Modell hätte dies jährliche Kosten zwischen 77'000 Franken bis 169'000 Franken zur Folge.

Nach langer Beratung hat sich der Gemeinderat für eine angepasste Objektfinanzierung ausgesprochen. Dies bedeutet, dass am bisherigen Modell mit jährlich wiederkehrenden Kosten von 77'000 Franken festgehalten wird. Für den Besuch von auswärtigen Kindertagesstätten und Tagesfamilien (nur in Lostorf ansässig) hingegen ist nun neu die Abgabe von Betreuungsgutscheinen vorgesehen. Dafür muss allerdings zuerst noch ein Reglement ausgearbeitet werden.

Wassersteuerung wird erneuert

Die Steuerung der Wasserversorgung Lostorf gelangt an das Ende ihrer Lebensdauer und muss erneuert werden. Gemäss Aussage des Betreibers des heutigen Systems kann ein reibungsloser Betrieb zumindest mittelfristig nicht garantiert werden. Bereits die Notverbindung mit der Wasserversorgung Obergösgen kann aufgrund des Alters der Anlage nicht in das bestehende System eingebunden werden. Zudem besteht die Gefahr, dass bei einem Defekt eines kleinen Bauteils zeitnah kein passender Ersatz gefunden werden kann. Die Baukommission hat dem Rat ein etappenweises Vorgehen für den Steuerungsersatz und das Festhalten am bisherigen Lieferanten vorgeschlagen, weil nur so die Versorgungssicherheit garantiert werden kann.

Gemäss Submissionsgesetz ist in solchen Fällen die freihändige Vergabe erlaubt. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die geplante Vorgehensweise bei der Erneuerung der Wassersteuerung gutzuheissen und für die Umsetzung einen Nachtragskredit in der Höhe von 96'000 Franken zu genehmigen. (mgt)

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