Aare Versorgungs AG

Gewinn der AVAG ist mit 8,4 Millionen Franken leicht tiefer als letztes Jahr

Unterwerk Gösgen. (Archiv)

Unterwerk Gösgen. (Archiv)

Die Generalversammlung der Aare Versorgungs AG (AVAG) wurde wegen der Pandemie schriftlich durchgeführt.

Die Aare Versorgungs AG (AVAG), die 17 Gemeinden im Niederamt und weiteren Teilen des Kantons mit Strom versorgt, hat auch das Geschäftsjahr 2019 positiv abgeschlossen. Nach Übernahme der Betriebsführung von AVAG durch Primeo Energie stand die Optimierung der Prozesse und Abläufe im Fokus. Im Rahmen der Konsolidierung entwickelten sich die operativen Ergebnisse und der Gewinn wie erwartet unter Vorjahr, schreibt die Gesellschaft in einer Mitteilung.

Bedingt durch die Coronavirus-Situation wurde die 20. ordentliche Generalversammlung der Aare Versorgungs AG (AVAG) vom 6. Mai 2020 ohne Anwesenheit der Aktionäre abgehalten. Die Aktionäre wurden schriftlich über das Geschäftsjahr und das Ergebnis 2019 und die anstehenden Abstimmungen und Wahlen informiert. Sie nahmen Kenntnis von einem zufriedenstellenden aber insgesamt positiven Geschäftsjahr 2019. Der Umsatz liegt mit 69,9 Millionen Franken knapp 9 Prozent unter Vorjahr. Das Betriebsergebnis (Ebit) sinkt auf 12 Millionen Franken. Der Reingewinn fällt mit 8,4 Millionen Franken ebenfalls tiefer aus. Parallel zur Betriebsübernahme erfolgte eine Namensänderung der AVAG-Stromnetzbetreiberin EBM zu Primeo Energie. Die Umstellungsarbeiten führten anfänglich zu Mängeln bei der Übernahme der Stammdaten seitens Primeo Energie. Daraus ergaben sich Probleme bei der Rechnungsstellung für einzelne Kundengruppen, was zusammen mit dem Kundendienst der AVAG gelöst werden konnte.

Mit der Einsetzung des neuen Standortleiters André Hirschi konnte im Dezember 2019 eine erfahrene Person bei Primeo Energie gefunden werden. Er löste Konrad Hofer ab, der nach der erfolgreichen Überführung von AVAG in den vorzeitigen Ruhestand getreten ist.

An der Generalversammlung waren 49'617 von 50'000 Aktienstimmen (entsprechend 99,23 Prozent des Aktienkapitals) schriftlich vertreten. Die Aktionäre genehmigten den Lagebericht und die Jahresrechnung 2019 und erteilten den verantwortlichen Organen für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2019 einstimmig Entlastung. Zudem folgten sie dem Antrag des Verwaltungsrats und beschlossen eine Dividende pro Aktie in Höhe von 160 Franken. Auf Antrag des Verwaltungsrats wurde Dr. Lukas Küng als Ersatz für den zurücktretenden Dr. Conrad Ammann für den Rest der Amtsperiode bis zum Abschluss der ordentlichen GV 2021 in den Verwaltungsrat gewählt. Bestätigt wurde die Ernst & Young AG als Revisionsstelle auch für das laufende Geschäftsjahr 2020.

Wahlen für Delegierte stehen an

Eigentümerinnen und Eigentümer von Liegenschaften in den AVAG-Konzessionsgemeinden haben seit letztem Jahr die Möglichkeit, Genossenschafterinnen und Genossenschafter bei der EBM (Genossenschaft Elektra Birseck) zu werden. Dies nutzten bereits erfreulich viele Kundinnen und Kunden. Mit ihrem Engagement nehmen die Genossenschafter Einfluss auf die Entwicklung der Genossenschaft und damit auf Primeo Energie.

Im Vierjahresrhythmus wählen die über 55'000 Mitglieder der Genossenschaft ihre Delegierten. Dies ist 2020 wieder der Fall. Im Juni 2020 werden sämtliche Genossenschafterinnen und Genossenschafter angeschrieben, um Wahlvorschläge einzureichen. Die eigentlichen Wahlen finden im Herbst 2020 statt. (mgt)

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