Generalversammlung
Spitex Unteres Niederamt: Nach Startschwierigkeiten den «Turnaround» geschafft

Am Donnerstagabend fand die 2. Generalversammlung im Altersheim «Haus im Park» in Schönenwerd statt. Nach Startschwierigkeiten scheint es aufwärts zu gehen. Zwei neue Mitglieder wurden in den Vorstand gewählt.

Beat Wyttenbach
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Ringt um Rentabilität: die Spitex Unteres Niederamt. (Archivbild)

Ringt um Rentabilität: die Spitex Unteres Niederamt. (Archivbild)

Urs Bucher

«Spitex ist kein Synonym für Alterspflege. Spitex ist die richtige Unterstützung am vertrauten Ort», erklärte Hans Ulrich Bürgi, Präsident und interimistischer Geschäftsführer der Spitex Unteres Niederamt. Am Donnerstagabend fand die 2. Generalversammlung im Altersheim «Haus im Park» in Schönenwerd statt.

Allerdings würden überzeugende Lösungen durch den Umstand erschwert, dass die Schnittstelle zwischen Pflege und Betreuung nach wie vor unklar sei; «die Abgrenzung muss daher dringend überdacht werden», so Bürgi weiter.

Beinahe 15'000 Einsatzstunden geleistet

Bürgi hielt Rückschau auf das Geschäftsjahr 2021. Dieses sei «von grossen Herausforderungen und Schwierigkeiten» geprägt gewesen. Eine hohe personelle Fluktuation wegen der vorangegangenen Fusion, viele krankheitsbedingte Absenzen der Mitarbeitenden, die erschwerten Einsatzbedingungen aufgrund der geltenden Covid-Vorschriften, die Einleitung von Massnahmen zur Steigerung der Produktivität sowie der Ab- und Umbau des Personalbestandes seien für alle Beteiligten herausfordernd gewesen.

Doch Ende Jahr habe man den «Turnaround» gemeinsam schaffen können (Steigerung der Produktivität, Stabilisierung der finanziellen Lage sowie Sicherstellung der Dienstleistungs-Qualität). Dabei leisteten die 28 Mitarbeitenden mit gesamthaft 1590 Stellenprozenten 14’829 Einsatzstunden.

Gelingt der Schritt vom Defizit zu schwarzen Zahlen?

Die Rechnung 2021 schloss mit einem Verlust von knapp 76’000 Franken ab. Verantwortlich waren laut Bürgi die Ausgleichszahlung über gut 50’000 Franken infolge nicht erfüllter Ausbildungspflicht, die Einrichtung einer Homepage sowie Rückstellungen für aufgelaufene Überzeit-Guthaben.

Das Budget 2023 rechnet mit einem kleinen Gewinn von 3200 Franken; Rechnung und Budget passierten die Abstimmungshürde einstimmig. Jedoch, so der Präsident, übernehmen die Gemeinden von Gesetzes wegen inskünftig keine Defizit-Garantie mehr. «Deshalb müssen wir rentabel sein, auch wenn dies nicht einfach ist. Aber Spenden sind immer willkommen. Und wir müssen unserm Personal Wertschätzung entgegenbringen, damit uns die Angestellten erhalten bleiben», so Bürgi.

Vorstand mit neuen Mitgliedern

Wegen Rücktritten aus dem Vorstand wurden Johannes Brons (Schönenwerd, für Vizepräsidentin Charlotte Shah-Wuillemin) und Matthäus Huber (Eppenberg-Wöschnau, für Regula Nast) einstimmig gewählt. Ebenfalls für ein weiteres Jahr bestätigt wurde die Schenker & Partner AG, Treuhand- und Unternehmensberatung aus Däniken, als Revisionsstelle.

Der Mitgliederbeitrag bleibt unverändert bei 30 Franken pro Haushalt. Und schliesslich teilte Bürgi mit, dass Mitte August Michelle Wiederkehr die Nachfolge von Sabrina Leutwiler als Geschäftsleitungsmitglied antritt.

Im Anschluss an die GV hielt Roger Hertel, Geschäftsführer der Clarofinanz GmbH, Olten, ein Referat zu den Themenbereichen «Ergänzungsleistungen und Hilflosenentschädigung», bevor der Präsident zum Apéro überleitete.