Gemeindeversammlung
Stille Wahlen sollen verschwinden: Stimmberechtigte Starrkirch-Wils entscheiden über Teilrevision der Gemeindeordnung

Am 28. März haben Einwohnerinnen und Einwohner Starrkirch-Wils Gelegenheit, eine revidierte Gemeindeordnung rückwirkend in Kraft zu setzen. Auch die Gebührenordnung und ein Sanierungskredit sind traktandiert.

mgt/otr
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Schulanlagen und Gemeindeverwaltung von Starrkirch-Wil: Nächsten Montag hält die Gemeinde eine ausserordentliche Gemeindeversammlung ab. (Archivbild)

Schulanlagen und Gemeindeverwaltung von Starrkirch-Wil: Nächsten Montag hält die Gemeinde eine ausserordentliche Gemeindeversammlung ab. (Archivbild)

Bruno Kissling

In der Gemeindeordnung von Starrkirch-Wil sollen im Rahmen einer Teilrevision einige Änderungen erfolgen: Neu ist vorgesehen, dass bei der Wahl des Gemeinderates immer eine Urnenwahl durchgeführt wird, wie es in einer Mitteilung zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung von kommendem Montag heisst. Stille Wahlen sollen demnach in Zukunft nicht mehr möglich sein.

Ein digitaler Austausch von Sitzungsunterlagen ist ebenso Gegenstand der geplanten Änderungen wie das Dienstverhältnis, das neu auch festangestellte Mitarbeitende des Bereichs Werke und Dienste umfassen soll. Wird die Teilrevision wie vom Rat beantragt angenommen, soll die neue Gemeindeordnung rückwirkend per 1. Januar 2022 in Kraft treten.

Änderung Gebührenordnung und Sanierungskredit

Ein weiteres Traktandum betrifft die Gebührenordnung: Die bestehende Regelung stammt von 2009. Die Gemeinde schreibt:

«Seitdem haben sich verschiedene Änderungen ergeben. Verschiedene Gebühren gibt es nicht mehr, andere sind dazugekommen.»

Auch fehlten Regelungen für die neuen Gemeindegebäude Kirche und Chilesäli, heisst es weiter. Aus diesem Grund wurde eine Totalrevision der Gebührenordnung erarbeitet. Der Rat beantragt deren Annahme, auch dieses Geschäft soll rückwirkend per 1. Januar 2022 in Kraft treten. Weiter wird den Stimmberechtigten ein Kredit zur Sanierung der Bumelochstrasse vorgelegt.

Dazu heisst es: «Die Bumelochstrasse und insbesondere die Werkleitungen befinden sich in einem schlechten Zustand.» Zahlreiche Wasserleitungsbrüche in den letzten Jahren würden dies belegen. Die Bau- und Werkkommission hat dem Gemeinderat nun einen Kostenvoranschlag zur Sanierung über rund eine Million Franken vorgelegt. Darin enthalten sind auch Kostenbeiträge von privaten Grundeigentümern im Umfang von rund 130'000 Franken.

Der Gemeinderat hat dem Gesamtkredit zuhanden der Gemeindeversammlung zugestimmt und beantragt dessen Annahme.

Die Versammlung findet am Montag, 28. März um 20 Uhr im Dorfchäller statt.