Lostorf
Gemeinderat einigt sich auf Lohnerhöhung für seine Dienste

Ressortverteilung und Entschädigungsregelungen sollen auf die kommende Legislatur hin angepasst werden.

Noël Binetti
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Links das ehemalige Postgebäude, rechts das Lostorfer Gemeindehaus.

Links das ehemalige Postgebäude, rechts das Lostorfer Gemeindehaus.

Bruno Kissling (Archiv)

Dass in Lostorf bezüglich der Entschädigung der Gemeinderatsmitglieder Handlungsbedarf besteht, darüber war man sich im Rat schon länger einig. Das bisherige Ressortsystem stammt aus dem Jahr 2013. Nun habe man die Saläre und Vergütungen in Lostorf mit jenen der umliegenden Gemeinden verglichen, heisst es in einem Bericht des Gemeinderats.

Schliesslich habe man sich darauf geeinigt: Neu sollen die Ratsmitglieder pro Jahr 6'000 Franken pauschal erhalten. Bisher war es die Hälfte. Und bis jetzt erhielten die Gemeinderatsmitglieder zusätzlich zur Jahrespauschale Sitzungsgelder, wenn sie an Sitzungen der ihnen zugeordneten Kommission teilnahmen. Ausgenommen ist der Gemeindepräsident, er wird anders entschädigt. In der nun vom Gemeinderat einhellig beschlossenen Regelung fallen diese Sitzungsgelder für die Ressortverantwortlichen aus dem Gemeinderat weg. Sie werden nur noch an die Kommissionsmitglieder ausbezahlt. Daher falle «die geplante Erhöhung auch etwas moderater aus», heisst es. Im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden befinde sich Lostorf so neu etwa im Mittelfeld.

Die Sitzungsgelder sollen wie folgt angepasst werden: Für Sitzungen bis zu zweieinhalb Stunden sind neu 52 statt wie bis anhin 48 Franken vorgesehen. Treffen welche länger dauern, sollen neu mit 82 statt wie bisher mit 74 Franken entschädigt werden.

Eine gleichmässigere Ressortverteilung

Auf Anfrage sagt Gemeindepräsident Thomas A. Müller: «Die neue Regelung geht einher mit einer besser verteilten Ressortstruktur.» Man habe sich im Rat darauf geeinigt, dass alle Mitglieder gleich behandelt, und also auch gleich bezahlt werden sollen. Dafür wurde die Aufgabenverteilung etwas angeglichen. Pro Ressort soll künftig nur noch ein Oberbegriff verwendet werden. Insbesondere betrifft dies das Ressort Bildung, Kultur und Sport. Künftig soll dafür nur noch der Oberbegriff Bildung verwendet werden.

Bevölkerung kann über die Vorlage befinden

«Angestrebt wurde eine einheitliche und faire Lösung, die ab der kommenden Legislatur gelten soll», sagt Thomas A. Müller. Die Vorlage wurde zuhanden des Souveräns verabschiedet. Dieser erhält am 23. Juni im Rahmen der Rechnungsgemeindeversammlung Gelegenheit, darüber zu befinden. Stattfinden wird die Versammlung in der Dreirosenhalle.

Neu- oder Umbau? Gemeinderat gibt Studie zu Kindergarten in Auftrag

In seinem aktuellen Bericht kündigt der Lostorfer Gemeinderat die Ausarbeitung eines Vorprojekts zum Kindergarten an. Angedacht ist, diesen im ehemaligen Postgebäude, das gleich neben dem Gemeindehaus steht, unterzubringen.

Ein Planungsbüro sei mit einer Machbarkeitsstudie für die Umnutzung beauftragt worden, die auch eine Kostenschätzung eines Um- oder Neubaus beinhalten soll. Mit der Post würden aktuell Kaufverhandlungen bezüglich des Gebäudes geführt. Der Kindergarten Kirchmatt ist sanierungsbedürftig und müsse bald ersetzt werden. Von den drei eingeladenen Büros hätten zwei auf eine Eingabe verzichtet. Der Gemeinderat habe beschlossen, das Büro S + B Baumanagement AG aus Olten mit dem Vorprojekt zu beauftragen. Dafür hat er einen Planungskredit von 70'000 Franken genehmigt. (mgt/otr)