3 Wochen Unterbruch

Für Jahresrevision vom Netz: Im AKW Gösgen werden 36 Brennelemente ersetzt

Im Kernkraftwerk Gösgen steht die Jahresrevision an. (Archiv)

Im Kernkraftwerk Gösgen steht die Jahresrevision an. (Archiv)

Am Samstag, 6. Juni 2020, wird das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) planmässig zur Jahresrevision abgeschaltet. Der Betriebsunterbruch für den Brennelementwechsel und für die Unterhaltsarbeiten dauert rund 3 Wochen.

Zum Revisionsbeginn führt das KKG einne Funktionsprüfung an einem Frischdampfsicherheitsventil durch. Beim Öffnen des Ventils wird Dampf aus dem nichtnuklearen Teil der Anlage sicht- und hörbar abgeblasen. «Das dabei entstehende Rauschen ist in der näheren Umgebung des Kraftwerks wahrnehmbar», teilt die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG am Donnerstag mit.

Die Mitarbeitenden des KKG werden während dem Verlauf der Revision von insgesamt rund 500 externen Fachkräften aus über 100 in- und ausländischen Unternehmen unterstützt. 36 der insgesamt 177 Brennelemente werden ersetzt. 28 Brennelemente bestehen aus frischem und 8 Brennelemente aus wiederaufgearbeitetem Uran.

Zusätzlich zum Brennelementwechsel werden umfangreiche wiederkehrende Prüfungen und Instandhaltungsarbeiten an bau-, maschinen-, elektro- und leittechnischen Systemen und Komponenten durchgeführt.

«Zu den Schwerpunkten dieser Jahresrevision gehören im nuklearen Teil der Anlage die Inneninspektion von zwei Druckspeichern, der Austausch der Dichtschütz-Dichtungen und die Revision der Überströmdecken zweier Dampferzeuger», schreibt die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG weiter. Im konventionellen Teil würden dieses Jahr Wasserabscheider und Zwischenüberhitzer inspiziert und die Einbauten im Kühlturm kontrolliert. Auch während der Jahresrevision würden die eingeführten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beibehalten, um das Personal zu schützen.

Der vergangene 41. Betriebszyklus habe 334 Tage gedauert. In dieser Zeit produzierte das KKG rund 8'020 Millionen Kilowattstunden Strom und deckte damit gut 13 Prozent des schweizerischen Strombedarfs. «Die Anlage wurde ohne sicherheitstechnische Probleme betrieben», teilen die Betreiber mit. (mgt)

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