Trimbach/Niedergösgen

Fondue-Hüttli oder transparentes Iglu: Restaurants bieten Outdoor-Varianten für kleine Gruppen an

Wie wirten in diesen Zeiten? Eine coronakonforme Alternative zur grossen Gaststube, in welcher sich viele Menschen gleichzeitig treffen, bieten jetzt zwei Restaurants im Niederamt.

Das Restaurant Isebähnli in Trimbach hat auf dem Kiesplatz unter Kastanienbäumen vor dem Haus ein paar Fondue-­Hüttli aufgestellt. Sie werden ab dem 1. November in Betrieb genommen und den ganzen Winter über bis im März geöffnet haben.

Das Restaurant Brücke in Niedergösgen eröffnet derweil am 6. November transparente Iglus in seinem Garten für zwei bis vier Personen. Sie werden im kommenden Winter für drei Monate im Aussenbereich des Restaurants stehen.

Eine Alternative zum Weihnachtsmarkt

Die Idee zu den winterlichen Holzhütten hatte Geschäftsführer Boris Bieri bereits im Januar, als er die Leitung des «Isebähnli» neu übernommen hat. Der Platz vor dem Restaurant sei ihm im Winter zu leer gewesen. Dass sie dazu noch der Eindämmung des Coronavirus dienen könnten, ist ein willkommenes Plus. Um die Fonduestuben zu errichten, hat der Geschäftsführer vergangene Woche kurzerhand selbst Hand angelegt und sie zusammengebaut. Wieso er das könne? Als «Buuregieu» wisse er gut, wie man mit Holz umgeht, meint er lachend.

Die Stübli sind jedoch nicht alles. Bieri hat grössere Pläne für den Platz neben seinem Restaurant. Einen Aussenbetrieb mit Après-Ski-Flair will er nach Trimbach bringen. Teil des Konzepts ist eine Glühwein-Bar, Feuer, um die man sich setzen und an denen man Cervelats oder Marshmallows bräteln kann, und jeden Freitagabend einen Live-DJ, der für Stimmung sorgt. Bieri ist zuversichtlich, dass die Nachfrage danach besteht. Jetzt, eine halbe Woche vor der Eröffnung, habe er schon viele Reservationen für die Fondue-Hüttli entgegennehmen dürfen. Er hofft ausserdem, dass sein Après-Ski Dörfli die Weihnachtsmärkte ersetzen könnte, die momentan vielerorts wegfallen. Falls ihm denn das Coronavirus nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht.

Ein Konzept für jetzt und die Zukunft

Die gemütlichen Iglus im Garten der «Brücke» sind der Ansatz einer möglichen Lösung, die Corona-Krise als Gastronomiebetrieb zu überstehen. Während des Lockdowns im Frühling machte das Restaurant bereits von sich reden, als das Team davor kurzerhand einen mobilen Food-Truck hinstellte. Dafür hätten sie bereits sehr gute Rückmeldungen erhalten, berichtet Geschäftsleiter Markus Gfeller. Er ist deshalb überzeugt, dass auch das neue Konzept auf positives Feedback stossen wird. In der kommenden Woche wird das Team in einem Probedurchlauf den Aussenservice im Iglu üben. Danach können sie über den Winter in Betrieb genommen werden.

Die Iglus wurden von einem Produzenten in Deutschland hergestellt. Beim Aussuchen war der Geschäftsleitung besonders wichtig, dass die Outdoor-Hütte transparent ist. Gäste können so während des Essens die Flusslandschaft der Aare betrachten. Beheizt werden die Iglus mit Heisslüfter. Viel Energie sei dazu aber nicht notwendig, versichert Gfeller. Die zu beheizende Fläche sei klein, gut isoliert, und Durchzug gäbe es auch keinen. Ausserdem leisten die Raclette­öfeli ihren Beitrag zur Innentemperatur. Den Gästen stehen zudem Decken zur Verfügung, falls ihnen dennoch kalt würde.

Für beide Betrieb ist es das erste, aber sicherlich nicht das letzte Mal, dass sie im Winter eine solche Outdoor-Variante anbieten werden. Das Konzept werde man in die kommenden Jahre mitnehmen.

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