Trimbach
Es kommt zu Rochaden im Gemeinderat

Dieter Altherr (SVP) und Silvia Lehmann (CVP) treten nicht mehr zu den Trimbacher Erneuerungswahlen an.

Lorenz Degen
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Bei den nächsten Wahlen entscheidet sich, wer künftig ins Trimbacher Gemeindehaus einzieht

Bei den nächsten Wahlen entscheidet sich, wer künftig ins Trimbacher Gemeindehaus einzieht

Bruno Kissling

Der 25. April 2021 rückt näher. «Die SP ist schon sehr weit mit ihrer Planung fortgeschritten», erklärt Gemeindepräsident Martin Bühler auf Anfrage. «Da gleichzeitig Gemeinderats- und Kantonsratswahlen sind, haben wir schon zeitig vorwärtsgemacht.» Die SP Trimbach wird mit Martin Bühler und Beatrice Widmer Strähl antreten, wobei Bühler weiterhin Präsident bleiben möchte. «Mit gefällt dieses Amt noch immer sehr.» Neu kandidiert zudem Remo Grossenbacher, Präsident der Kirchenkommission der reformierten Kirche Trimbach.

Sind denn drei SP-Sitze realistisch? Ja, findet Martin Bühler: «Bei der letzten Wahl haben wir den dritten Sitz nur knapp wegen des absoluten Mehrs verpasst. Die Chancen, ihn diesmal zu erhalten, sind intakt. Auch wollen wir den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern eine Auswahl ermöglichen.»

Für den Wahlkampf stehen «klassische SP-Themen» an, so Bühler: «Wichtig ist uns das Thema Bildung. Gute Schulen sind für Trimbach sehr wichtig. Im Rahmen der Ortsplanrevision haben wir zudem festgestellt, dass ein durchgehender Velo- und Fussweg fehlt, wo sich Schülerinnen und Schüler, aber auch Seniorinnen und Senioren sicher von einem Ende des Dorfes zum anderen bewegen können.» Bühler möchte, dass von der Rankwoog bis zum Isebähnli eine solche Verbindung geschaffen wird.

«Einzelne Stücke dieses Weges gibt es bereits, aber es fehlen auch noch einige Etappen. Da ist die Gemeinde gefordert.» Weiter will Bühler das Vereinswesen fördern. «Vieles in unserem Dorf geschieht über die Vereine. Ohne sie wäre unser Dorfleben arm und inexistent. Die Unterstützung muss auf den unterschiedlichen Ebenen stattfinden, von der Spitex bis zum Dorfmuseum.»

Die für das Schulwesen zuständige Gemeinderätin Beatrice Widmer Strähl pflichtet Bühler bei. «Die Schulen müssen gut aufgestellt sein. Die Förderung des Kinderhortes, der Nachhilfe und des Mittags tisches ist für mich sehr wichtig.» Der hohe Migrantenanteil von Trimbach müsse in der Schule aufgefangen werden, sagt Widmer Stähl, die seit zwölf Jahren dem Gemeinderat angehört. «Dies wird vermutlich meine letzte Amtsperiode. Danach möchte ich Platz machen für die jungen Leute.»

Auch Walter Hürst (FDP) wird wieder antreten. Hans Marti, Parteipräsident der FDP, wünscht sich eine Dreierliste, um eine Auswahl zu bieten: «Junge, interessierte Frauen dürfen sich bei mir melden.»

Altherr und Lehmann treten nicht mehr an

Dieter Altherr (SVP) hat sich entschieden, nicht mehr zu kandidieren. «Ich bin nun 65 Jahre alt, da ist es an der Zeit, die Jungen machen zu lassen, die ausbaden müssen, was die alten Leute beschlossen haben.» Altherr weiss bereits, was er mit seiner neuen Freiheit anfängt: «Ich möchte mit meinem Wohnmobil reisen und nicht ständig mit dem Terminkalender unterwegs sein müssen.» Ob die derzeitige Ersatzgemeinderätin Martina Schwaller für die SVP kandidiert, ist unklar. Eine Anfrage liess sie unbeantwortet. Matthias Borner, Präsident der SVP Amtei Olten-Gösgen, hofft auf eine Lösung: «Ein Sitzverlust wäre schlimm für die Partei.»

Auch Silvia Lehmann von der CVP wird abtreten. «Ich bin nun pensioniert und möchte mich in anderen Gebieten weiterentwickeln.» Die kommunale Arbeit sei sehr interessant und anspruchsvoll: «Man möchte Strategien umsetzen und scheitert leider oft an den fehlenden finanziellen Ressourcen.»

Andreas Rippstein von den Grünliberalen sagt, seine Partei warte noch mit dem Entscheid, ob sie sich an den Wahlen beteiligen wollen: «Einige Kandidaten haben wir im Auge, aber noch ist nichts definitiv.»