Eppenberg-Wöschnau
Hohe Investitionskosten für die Sanierung des Gemeindepavillons

Die Verwaltungsrechnung 2020 der Gemeinde Eppenberg-Wöschnau schliesst etwas besser ab als budgetiert – aber immer noch mit roten Zahlen.

Beat Wyttenbach
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Bruno Kissling (Archiv)

Haupttraktandum der Corona-konform durchgeführten Sommer-Gemeindeversammlung in Eppenberg-Wöschnau vom Donnerstagabend im Gemeindepavillon auf dem Eppenberg war die Verwaltungsrechnung 2020. Diese schliesst bei einem Gesamtaufwand von 1,6 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 1,484 Mio. Franken mit einem Defizit von 0.116 Mio. Franken ab, budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 0.174 Mio. Franken.

Die leichte Verbesserung in der Rechnung ist laut Finanzverwalter Walter Egger auf höhere Steuereinnahmen sowie auf Auflösungen von Steuerrückstellungen zurückzuführen. Das Eigenkapital verringert sich durch das Defizit somit auf 1,937 Mio. Franken.

Positive Spezialfinanzierungen

Zu den Spezialfinanzierungen: Diese schlossen allesamt mit Ertragsüberschüssen ab; die Wasserversorgung mit 17‘430 Franken (Eigenkapital neu: 193‘220 Franken), die Abwasserentsorgung mit 6‘522 Franken (Eigenkapital neu: 428‘652 Franken) und die Abfallbeseitigung mit 2‘037 Franken (Eigenkapital neu: 34‘743 Franken).

Nettoinvestitionen wurden im Gesamtumfang von 0,729 Mio. Franken ungefähr im Rahmen des Budgets getätigt. Diese mussten bei einem Finanzierungsfehlbetrag von 0,757 Mio. Franken vollständig mit fremden Mitteln finanziert werden. Der Löwenanteil – netto rund 0.628 Mio. Franken – entfällt dabei auf die Sanierung des Gemeindepavillons.

Ferner wurden für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Wöschnau rund 36‘000 Franken aufgewendet und für die Ortsplanungsrevision 47‘000 Franken. – Die Verwaltungsrechnung 2020 wurde von den 23 anwesenden Stimmberechtigten einstimmig gutgeheissen.

Ja zu Kredit und Reglement

Der Souverän genehmigte ferner einstimmig einen Investitionskredit über 80‘000 Franken für den Ersatz der Schaltanlagen und der Steuerung des Regenbeckens in der Wöschnau. «Nach der letzten Erneuerung 2001 haben Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik ihre Lebensdauer erreicht, und Ersatzteile sind schwierig zu beschaffen. Deshalb ist die Betriebssicherheit des Regenbeckens nicht mehr gewährleistet«, erklärte Gemeindepräsident Stephan Bolliger.

Ebenfalls einstimmig Ja sagten die Anwesenden zum neuen Planungsausgleichsgesetzes (PAG). Dieses sieht die Regelung eines angemessenen Ausgleichs für erhebliche Vor- und Nachteile vor, die durch Massnahmen im Zusammenhang mit der Raumplanung entstehen. Insbesondere geregelt werden die Mehrwerte bei Ein- und Auszonungen. Eppenberg-Wöschnau erhebt lediglich den vom Kanton vorgeschriebenen Abgabesatz von 20 Prozent. – Schliesslich wählten die Stimmberechtigten einstimmig die Solidis Revisions AG, Olten, für eine weitere Amtsperiode als Revisionsstelle.

Gemeindepräsident Stephan Bolliger durfte am Schluss der Versammlung traditionell einen Blumenstrauss unter den Anwesenden verlosen. Der Glückliche war dieses Mal Philippe Huber; er hatte die Frage richtig beantwortet, wonach die Photovoltaikanlage auf dem Gemeindepavillon seit August 2020 10 MWh Strom produziert hatte. – Ferner orientierte Bolliger unter «Verschiedenem« über die Sanierung der Ortsdurchfahrt Wöschnau, die noch bis Sommer 2022 dauert, sowie über die Ortsplanungsrevision, zu der die Gemeinde am Mittwoch, 1. September, zu einer Info-Veranstaltung einlädt.