Niederamt

Dulliker Reisende bleiben auch im neuen Fahrplan auf der Strecke

In Dulliken halten weiterhin kaum Züge. Die Reisenden sind auf Ersatzbusse angewiesen.

In Dulliken halten weiterhin kaum Züge. Die Reisenden sind auf Ersatzbusse angewiesen.

Der neue Fahrplan bringt keine Verbesserungen für die Niederämter Gemeinde Dulliken – trotz pünktlicher Eröffnung des Eppenbergtunnels.

Am Mittwoch Morgen informierten die SBB über die Neuerungen, welche der Fahrplanwechsel vom 13. Dezember mit sich bringt. Erwähnt wurde der schwierige Sommer mit Corona und der Mangel an Personal im Führerstand der Züge. Dieser habe bis zum Fahrplanwechsel – auf bestimmten Strecken – Zugausfälle zur Folge. Danach sollen aber alle geplanten Angebote realisiert werden können.

Für die SBB sei trotz reduziertem Angebot zentral, dass die Transportketten im Rahmen des Möglichen bestehen bleiben würden. Dazu werden wo möglich Bahnersatzbusse eingesetzt. Trotzdem müssen die Kundinnen mit verlängerten Reisezeiten rechnen. Die SBB empfehlen den Reisenden, sich stets über den Onlinefahrplan zu informieren.

Neuerungen für Raum Olten

Zwischen Olten und Bern betreibt die BLS ab dem Fahrplanwechsel neu den IR35 Bern-Olten (heutiger RE Bern-Olten).

Die Inbetriebnahme des Vierspurausbaus Olten–Aarau (neuer Eppenbergtunnel) bringt ab dem Fahrplanwechsel mehr Verbindungen und bessere Anschlüsse: Die S29 verkehrt neu zwischen 5.30 und 22.30 Uhr im Halbstundentakt zwischen Turgi-Aarau-Zofingen. Damit entstehe eine neue, schnelle Direktverbindung von Zofingen nach Aarau (ohne Halt zwischen Olten und Aarau).

Weiter halten neu alle Züge des RegioExpress Olten–Wettingen an der Haltestelle Wildegg. Die S26 aus Olten–Schönenwerd, bietet neu in Aarau (statt wie bisher in Lenzburg) Anschluss an den RegioExpress nach Zürich HB.

Am Samstag und Sonntag verkehren neu jeweils am Morgen zwei Zugpaare zwischen Olten–Aarau–Arth-Goldau und am Abend von Arth-Goldau nach Aarau.

Neu fahren auch die Züge Olten-Langenthal auch an den Wochenenden im Halbstundentakt.

Dulliken weiterhin auf Busse angewiesen

Der Halt Dulliken auf der S23 kann vorerst nur am Wochenende eingeführt werden, und auch dies nur stündlich. Grund dafür sind Bauarbeiten in den Bahnhöfen Mägenwil und Lenzburg, für welche aus Sicherheitsgründen die Geschwindigkeit reduziert werden muss. Die dafür benötigte Fahrzeit führt dazu, dass der Halt Dulliken nicht integral angeboten werden kann.

Als Ersatz verkehren werktags Busse zwischen Dulliken und Däniken, welche in Däniken den Anschluss von und auf die S23 sicherstellen. Auf die Frage, wann Dulliken mit dem Halt und einem Halbstundentakt rechnen könne, meinte Michel Berchtold, Leiter SBB Region Mitte: «Dafür haben wir das Jahr 2024 im Blick.»

Bereits seit Jahren verschieben die SBB den verbesserten Anschluss der Niederämter Gemeinde ans Zugnetz weiter nach hinten. Der Eppenbergtunnel bringe in einem ersten Schritt vor allem eine Verbesserung für den Güterverkehr der Nord-Südachse sowie für die S-Bahn Aarau. Dort werde diese ausgebaut und verdichtet.

Unverständnis bei der Gemeinde

Auf Anfrage wiederholt Walter Rhiner, Gemeindepräsident von Dulliken, seine Kritik an den SBB: «Wir sind mehr als enttäuscht von diesem Entscheid.» Seiner Ansicht nach wäre es für die SBB machbar gewesen, den zusätzlichen Halt in Dulliken zu generieren. Die SBB könnten immer bauliche Massnahmen als Grund angeben, überprüfbar seien diese Gründe für die Gemeinde nicht.

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