Gemeinderat

Dulliken schafft sich ein Finanzpolster gegen die Coronakrise

Die Rechnung schliesst dank Bevölkerungswachstum und höherem Steueraufkommen viel besser ab als ursprünglich geplant.

Die Rechnung schliesst dank Bevölkerungswachstum und höherem Steueraufkommen viel besser ab als ursprünglich geplant.

Dank Bevölkerungswachstum und mehr Steuereinnahmen schliesst die Rechnung 2019 viel besser ab als budgetiert.

Der Dulliker Gemeinderat befasste sich vergangenen Montag mit dem Jahresabschluss 2019, wie die Gemeinde mitteilt. Verwaltungsleiter Andreas Gervasoni berichtete über eine in allen Teilen befriedigende Jahresrechnung. Assistiert wurde er von Daniela Leibbach, welche seit dem 1. Januar 2020 als neue Bereichsleiterin Finanzverwaltung amtet. Dulliken erzielte im vergangenen Jahr einen Überschuss von 1,117 Millionen Franken. Budgetiert war ein Plus von knapp 200'000 Franken. Die Rechnung schliesst dank Bevölkerungswachstum und höherem Steueraufkommen viel besser ab als ursprünglich geplant. Das Eigenkapital der Gemeinde steigt so auf 11,1 Millionen.

Bei insgesamt 2,9 Millionen Franken Ausgaben und 0,4 Millionen Einnahmen zeigt die Investitionsrechnung vergleichsweise sehr hohe Nettoausgaben von insgesamt 2,5 Millionen. Dank des Cashflows von 2 Millionen konnten die Investitionen zu einem namhaften Teil aus den eigenen Mitteln finanziert werden. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 81 Prozent. Wegen der Investitionen nahm das Nettovermögen um 0,5 Millionen auf 14,3 Millionen ab. Das Pro-Kopf-Vermögen liegt nun bei 2754 Franken. Dulliken steht mit diesem Wert im Konzert der Solothurner Gemeinden nach eigenen Angaben sehr gut da.

Ressortleiterin Finanzen Maja Fürsinger wand den Kommissionen und Verwaltungsabteilungen ein Kränzchen für deren erneut ausgezeichnete Budgetdisziplin. Weiter vermerkte sie, dass in fast allen Bereichen, wo die Kosten auf Gemeindeebene beeinflusst werden können, stagnierende oder gar rückläufige Entwicklungen zu verzeichnen sind.

Gemeindepräsident Walter Rhiner erachtet den erneut hervorragenden Abschluss, aber auch die insgesamt sehr positive Entwicklung der vergangenen Jahre als Früchte einer konsequenten Steuer- und Finanzpolitik des Gemeinderates. Er zeigt sich zuversichtlich, dass der heutige Steuerfuss von 119 Punkten trotz der Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform und der zu erwartenden finanziellen Ausfälle als Folge der Coronakrise gehalten werden kann. Er hofft zudem, dass die auf Montag, den 24. August, verschobene Rechnungsgemeindeversammlung stattfinden kann.

Die Wasserversorgung schliesst bei vollständig abgeschriebenen Anlagen mit einem Gewinn von 137'000 Franken ab. Das Eigenkapital der Wasserrechnung beläuft sich nun auf 3 Millionen Franken. Die Abwasserbeseitigung erzielte bei ebenfalls vollständig abgeschriebenen Anlagen einen Gewinn von 226'000 Franken. Das Eigenkapital der Abwasserrechnung liegt somit bei 4,9 Millionen. Die Abfallbeseitigung fuhr wegen der Gebührensenkung um 20 Prozent den erwarteten Verlust von 36000 Franken ein, womit das Eigenkapital der Abfallrechnung auf 151000 Franken abnimmt. Die Feuerwehr erzielt nach Vornahme der gesetzlichen Abschreibungen ebenfalls einen Gewinn von 49000 Franken.
Um der wilden Parkiererei bei der neuen Überbauung Einhalt gebieten zu können, hat der Gemeinderat beschlossen, eine beschränkte Anzahl von weissen Parkfeldern bei der Sackgasse Im Schäfer zu markieren. Zudem sagt der Gemeinderat die Bundesfeier wegen der Coronakrise am 1. August ab. (mgt)

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