Däniken

Die Theater-Lüüt: «Die Leute zu begeistern macht mir viel Freude»

Ein wildes Durcheinander entsteht auf der Bühne

Theater-Lüüt spielen "No Body Like Jimmy"

Ein wildes Durcheinander entsteht auf der Bühne

Die Theater-Lüüt Däniken feiern am Freitagabend mit der Komödie «No Body Like Jimmy» Premiere.

Sarah Schwarzentrub (Christine Rölli) will Ständerätin werden und organisiert eine Wahlveranstaltung für zwei wohlhabende Gönner. «Kein Fehltritt!», betont sie mehrmals gegenüber ihrem Mann Rolf (Franz Hug). Doch dann kommt Harri (Heinz Leuenberg), ehemaliger Schulfreund Rolfs und Gärtner bei einem dubiosen Geschäftsmann, uneingeladen zu Besuch und bringt ein kleines «Problem» mit. Dieses Problem ist, wie Rolf entsetzt feststellen muss, eine Leiche (Daniel Furter), die Harri bei Schwarzentrubs im Keller verstecken will. Unterdessen kommen die geladenen und ungeladenen Gäste samt Personal (Irene Aschbach, Maya Allemann, Peggy Kläfiger, Patrik Rohrer, Walter Hossle), und die Leiche Jimmy wird aufs Sofa in der Raummitte gesetzt. Kein Wunder, taucht bald eine Polizistin (Ursula Ulrich) mit Aspirantin (Sandra Roos) auf...

«No Body Like Jimmy» heisst das Stück in zwei Akten des Amerikaners Burton Bumgarner, das die Theater-Lüüt Däniken dieses Jahr auf die Bühne bringen. Im Mai starteten die ersten Leseproben, seit August trifft sich die Gruppe zwei Mal wöchentlich. 38 Proben waren es insgesamt. Zur Hauptprobe am Donnerstag lud die Gruppe Bewohner der Altersheime Schlossgarten in Niedergösgen und Haus im Park in Schönenwerd ein. «Das ist auch für die Spieler gut, dann reissen sie sich mehr zusammen», sagt Regisseur Paolo Grazioli vorab zwinkernd. Erst lief nicht alles rund, wie der im März neu gewählte Vereinspräsident Heinz Leuenberg erzählt: «Viele Spieler fielen aus, sodass wir Ersatzleute finden mussten.» Gastspieler stiessen etwa aus Winznau, Dulliken, Aarwangen und Gretzenbach hinzu. Mit der Polizeiaspirantin und der Kellnerin schrieb Grazioli zusätzlich zwei Männer- zu Frauenrollen um.

Auch ein Toter braucht Konzentrationsvermögen

So stammt etwa Daniel Furter, der als Leiche auf der Bühne umhergetragen wird, aus Dulliken. «Ich muss konzentriert sein, vor allem wegen den Einsätzen», erzählt er, der im richtigen Moment zur Seite sinken oder gegen andere Spieler fallen muss. Irène Aeschbach spielt seit 14 Jahren motiviert in Däniken mit. «Es ist dieses Jahr ein spezielles Stück, aber trotzdem lustig und volksnah», findet sie. «Ich wurde schon zwei Wochen nach einer Aufführung mit meinem Namen aus dem damaligen Stück angesprochen», erzählt Leuenberg von seiner Motivation. «Die Leute zu begeistern macht mir viel Freude.»

Das Theaterbeizli bietet Schnitzelbrote, Sandwiches und Kuchen an. Am 9. und 16. November stehen zudem auch heisse Schweinswürste mit Kartoffelsalat auf der Karte.

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