Ihre Bewährungsprobe hat die neue Betoncoupe Arena in Schönenwerd mit dem Eröffnungsspiel im Januar bereits bestanden. Seither dient die Anlage den Teams von Volley Schönenwerd als neue Heimspielstätte, um die sie andere Klubs nur beneiden können. Dass die Arena nicht nur ein topmodernes Leistungszentrum für den Volleyballsport, sondern auch eine erstklassige Event-Location ist, zeigte sich an der offiziellen Einweihungsfeier vom vergangenen Samstag.

Ein breitgefächertes Rahmenprogramm lockte trotz frühsommerlichen Temperaturen zahlreiche Neugierige in die Halle, wo sie bei Spielparcours, Rope Skipping und Zumba Show gleich selber mitmachen durften. Einige Spieler von «Schöni» schwangen dabei zu rassigen Latin-Rhythmen selber die Hüften. Beste Unterhaltung auf und neben dem Spielfeld garantierte die Futsal-Showpartie mit prominenter Beteiligung. In der Zwischenzeit durften sich die jüngsten Besucher in der Hüpfburg oder beim Kinderschminken vergnügen. Natürlich kam auch der Volleyballsport nicht zu kurz. In einem Match führten die jungen Sportler gleich selber vor, wie es sich in der neuen Halle so spielt.

Auf einem Streifzug durch die verschiedenen Räumlichkeiten der Arena gab es für die Besucher allerhand zu entdecken: Eine Ausstellung im Meetingraum zeigte den langen Weg von der Idee einer Volley-Halle in Schönenwerd bis hin zur Eröffnung auf und informierte über kommende Highlights. Im Kraftraum präsentierte der Obergösger Maler Salvatore La Cola einige seiner Schöpfungen, in denen er die Spieler von Volley Schönenwerd «in Aktion» für die Ewigkeit festgehalten hat. Dass die neue Sportstätte auch ein Ort der Kultur sein kann, bewies ausserdem ein musikalisches Klassik-Intermezzo am Flügel.

Volleyball als Werbeträger

Musikalisch untermalt durch eine Darbietung der MG Schönenwerd war auch die Gesprächsrunde mit Solothurner Regierungsrat Remo Ankli, Schönenwerds Gemeindepräsident Peter Hodel, Betoncoupe-Geschäftsführer Marco Dätwyler, Swissvolley-Geschäftsführer Werner Augsburger, Projektleiter und Mitinitiant Urs Fäs sowie Architekt Dani John. Die Betoncoupe Arena sei ein ideales Beispiel für das Zusammenspiel von privater Initiative und staatlicher Unterstützung, meinte Sportdirektor Ankli.

Er wünschte sich, dass die erfolgreiche Entstehungsgeschichte der Halle Schule machen werde. Von einer Signalwirkung ist auch Peter Hodel überzeugt: «Die Nutzer der Betoncoupe Arena werden unsere besten Werbeträger sein und den Namen Schönenwerd in die Welt hinaustragen», freute sich der Gemeindepräsident. Der zentrale Standort Schönenwerd sei für den Volleyball-Verband mitausschlaggebend gewesen, das Projekt zu unterstützten, bestätigte Werner Augsburger. Schönenwerd hatte gegen Sursee und Muri b. Bern das Rennen gemacht.

Marco Dätwyler verriet den Zuhörern, warum die Dätwyler-Gruppe, zu der das namensgebende Unternehmen Betoncoupe gehört, sich für die Halle engagierte. «Wir haben in den letzten 20 Jahren verschiedene Kultur- und Sportanlässe unterstützt», erklärte er. Mit der Volley-Halle wolle man ein nachhaltiges Projekt unterstützen. Es sei zwar immer schwieriger, etwas am Leben zu erhalten, als aufzubauen, so Dätwyler. «Die Hartnäckigkeit, ja fast Sturheit der Initianten hat uns aber überzeugt.» Tatsächlich habe es von den Initianten mehr Einsatz abverlangt, als anfänglich vermutet, gestand Urs Fäs. «Aber es hat funktioniert, weil wir alle ein gemeinsames Ziel hatten und Schritt für Schritt vorgegangen sind.»

Baum als Symbol der Ausdauer

Als symbolischen Akt pflanzten die Ehrengäste neben der Halle gemeinsam eine Säuleneiche – ein gemeinsames Geschenk von Kanton und Gemeinde. «Die wächst nicht schnell, ist aber sehr widerstandsfähig», sagte Peter Hodel. Eigenschaften, die auch die Initianten der Halle gezeigt hätten. Der Baum soll an deren Ausdauer erinnern und ein Zeichen des Dankes für alle sein, die sich an diesem Projekt beteiligt haben.

Die Volleyball-Saison ist zwar mittlerweile vorbei. In der Betoncoupe Arena stehen aber bereits die nächsten Highlights an. Am 14. Mai werden hier die Solothurner Sportpreise vergeben. Im Juni kommt es in Schönenwerd zum ersten Länderspiel zwischen der Schweiz und Schweden (Damen) und im August spielen die Schweizer Nationalteams gegen Ungarn (Herren) und Kroatien (Damen).