Niederamt

Die 111 schönsten Solothurner Orte: Kienberg wird gleich zweimal im neuen Buch erwähnt

Kienberg wird im neuen Buch gleich zweimal erwähnt.

Kienberg wird im neuen Buch gleich zweimal erwähnt.

Kienberg ist im neu erschienen Buch über «111 Orte, im Kanton Solothurn, die man gesehen haben muss» gleich zweimal vertreten.

Die Reihe der «111 Orte, die man gesehen haben muss» deckt ein breites Feld an Orten und Regionen, deren Plätze auf unterhaltsame Art vorgestellt werden. Die Obergrenze ist mit ihrem Gleichklang der Ziffern ebenso humorvoll gemeint wie das «muss», welches einer Empfehlung entspricht.

Vom Fremdenverkehr gut frequentierte Orte wie das Berner Oberland oder das Tessin sind inzwischen mit eigenen Büchern bedacht worden, aber auch Gebiete, in die sich kaum Ausflügler verirren, wie etwa Winterthur, dürfen ihre Besonderheiten präsentieren. Nun liegt auch ein Band über Solothurn vor. Was gibt es hier zu entdecken?

Christof Gasser und Barbara Saladin beschreiben (der Titel hält, was er verspricht), 111 verschiedene Schauplätze, deren Naturschönheit, Geschichte, Architektur oder Gastronomie zum Verweilen einladen. Dabei entsteht nicht eine Auflistung der touristischen Highlights, die es in dieser hohen Zahl auch gar nicht gäbe. Vielmehr kommen unscheinbare, ja unbekannte Orte zum Vorschein, von denen vielleicht sogar Kantons-Einheimische bislang wenig oder gar nichts wussten.

Das Autorenduo stellt keine Trouvaillen-Rangliste auf, sondern geht alphabetisch vor, von Aeschi bis Zullwil. Im Niederamt werden unter anderem das Kernkraftwerk Gösgen, der Garten von Schloss Wartenfels oder der buddhistische Tempel von Gretzenbach als architektonische Besonderheiten hervorgehoben. Kurios mutet der Wegweiser in Wisen an, der nebst Zeglingen auch die Richtung von Moskau und Peking angibt. Die Wisner Fluh wird als erdgeschichtliches Grossereignis, bei dem Afrika seine Kräfte im Spiel hatte, ebenfalls gewürdigt.

Kienberg hat es den Autoren gleich doppelt angetan. Zum einen wird gleich die ganze Gemeinde vorgestellt. Als «Leben im Wurmfortsatz» betiteln sie das zwischen aargauischem Fricktal und Oberbaselbieter Tafeljura eingekeilte Dorf, das durch dieses publizistische Scheinwerferlicht vielleicht ein paar Einwohner gewinnt.

Eine Seite weiter wird vom «Heimatlosenblätz» berichtet, der als Landstück ohne Kantonszugehörigkeit dubiosen Gestalten als Unterschlupf diente. Ausführliche Angaben zu Koordinaten, Busverbindungen und Wanderwegen erleichtern die Rückkehr in die eigene Heimat.

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