Mit ganzen dreizehn Ständen und einer Kaffeestube im Pfarrheim war es ein kleiner Weihnachtsmarkt, der am Samstag beim Ifenthaler Kirchlein zum ersten Mal stattfand. Aber genau so hatten ihn sich die drei Organisatoren Urs Bitterli, Melanie Bühler und Marcel Studer gedacht: als idyllischen Ort der Begegnung für die Dorfbevölkerung, wo man einander trifft und einen Schwatz hält. Der Schnee, den es über Nacht zentimeterdick hingelegt hatte, sorgte für weihnachtliches Ambiente auf dem beschaulichen Marktplatz.

Gebrannte Mandeln, Punsch, Alpkäse, Honig, Weihnachtsbier, Schnäpse, Capuns, Rösti, Crêpes und Flammlachs kamen bei den Besuchern äusserst gut an, wie die mehrheitlich regionalen Aussteller zufrieden bemerkten. Nicht ganz so einträglich schien das Geschäft jener Standbetreiber zu sein, die Geschenkartikel wie Töpferware, Laternen oder Holzsterne feilboten.

Mehr Besucher als erwartet

Dennoch meinte etwa Nathanja Bürge aus Wisen, die an ihrem Stand selbstgenähte Kinderkleider anbot: «Ein sehr schöner Markt». Dick verpackt schlenderten die Leute von Stand zu Stand, blieben mal hier stehen, mal da und wärmten sich an einem Feuerchen oder am Punsch die gefrorenen Hände. Zum Aufwärmen gönnten sie sich auch gerne in der Kaffeestube ein heisses Getränk und ein Stück Kuchen.

Besonders den Nachmittag über war diese stets gut besucht. «Die Stände draussen werden bis etwa acht Uhr abends betrieben, hier drinnen ist so lange offen, bis die letzten gehen», meinte Urs Bitterli. Sollte die Kaffeestube einen Gewinn abwerfen, würden die Organisatoren diesen an gemeinnützige Organisationen spenden. «Es geht uns in erster Linie um den Anlass, wir wollen vor allem die Kosten decken.» Um fünf Uhr nachmittags war er sicher, dass die investierten tausend Franken wohl längst hereingeholt seien. «Es sind mehr Leute gekommen, als wir erwartet haben.»

Markt wird weiter geführt

Neu ist der Weihnachtsmarkt in Hauenstein-Ifenthal nur bedingt. Bis vor zwei Jahren organisierte der örtliche Kirchenchor einen solchen alljährlich drüben im Hauensteiner Ortsteil. «Es gibt immer weniger Anlässe im Dorf, deshalb kam uns vor einem halben Jahr bei einem Bier die Idee, den Weihnachtsmarkt wieder durchzuführen», sagt Bitterli.

Veranstaltungen im Dorf seien stets gut besucht. Den neuen Markt hätten sie nun neben die Ifenthaler Kirche verlegt, da ihnen der Ort schöner und für einen kleinen Markt kompakter erschien als zuvor neben dem Feuerwehrlokal. «So wie’s läuft, werden wir den Weihnachtsmarkt wahrscheinlich auch nächstes Jahr machen», meinte Bitterli zuversichtlich.