Obergösgen

«Beim Rennen oder Langlaufen erhole ich mich»

Hugues Hagmann lebt für den Sport. Der Gesamtschulleiter aus Obergösgen trainiert bis zu sieben Stunden pro Woche. Bereits zwölf Mal hat er am Engadiner Skimarathon teilgenommen.

Eine Stunde, zweiundvierzig Minuten und elf Sekunden. So lange brauchte Hugues Hagmann für den 51. Engadiner Skimarathon. Vor drei Wochen stellte sich der Obergösger zum zwölften Mal im Startbereich in Maloja GR auf. Er startete er zusammen mit den Elite-Langläufern — dank des guten Resultats beim Skimarathon 2018.

Der Startschuss setzte die riesige Masse an Langläufern in Bewegung. Hagmann: «Auf den ersten zehn Kilometern geht es schon recht hektisch zu und her.» So geschah es: Der 54-Jährige stürzte. Glücklicherweise blieben Langlaufskis und Stöcke ganz. Und sowieso: «Später ist dasselbe auch Dario Cologna passiert. Das hat mich beruhigt», sagt Hagmann.

Verpasste seine Bestzeit um 30 Sekunden

Der gebürtige Trimbacher erreicht den 480. Rang beim diesjährigen Engadiner Skimarathon. Dieser gehört jedes Jahr zu seinem Programm. «Dieses Mal waren es sehr schnelle, aber auch schwierige Verhältnisse auf der Strecke.»

Seine Bestzeit von einer Stunde, einundvierzig Minuten, vierzig Sekunden und einem Hundertstel aus dem Jahr 2017 verpasste er knapp. Dennoch konnte er mit dem 32. Platz in seiner Alterskategorie aus dem Engadin nach Hause reisen.

«Das ist der Cologna-Effekt»

Seine Liebe zum Langlaufsport pflegt Hagmann seit mehr als zwölf Jahren: «Eigentlich komme ich vom Laufsport. Als ich dann mal den Engadiner Skimarathon ausprobieren wollte, bin ich hängen geblieben», erzählt Hagmann. Nach dem ersten Skimarathon suchte der 54-Jährige weitere Tipps bei Langlauflehrern. Und er besuchte die Rennen des Schweizer Langlauf-Stars Dario Cologna. «In letzter Zeit sehe ich immer mehr Junge auf den Loipen. Das ist sicher der Cologna-Effekt», sagt Hagmann.

Während des Sommers setzt er auf den Laufsport. Im Herbst trainiert er mit Rollskis, um sich auf die Wintersaison vorzubereiten. «Das Sommertraining ist aber am wichtigsten. Man sagt, im Sommer entstehen die guten Langläufer», sagt der Vater zweier erwachsener Söhne.

«Bewegung hält mich gesund»

Sie hat er übrigens ebenfalls bereits angesteckt mit dem Langlauf-Fieber: Beide zieht es immer wieder auf die Langlaufloipe. Hagmann, der hauptberuflich Gesamtschulleiter der IBZ Schulen für Technik und Management in Aarau ist, braucht den Sport als Ausgleich: «Beim Rennen oder Langlaufen erhole ich mich. Und Bewegung hält mich gesund.»

So trainiert Hagmann wöchentlich vier bis fünf Mal. Mal abends nach der Arbeit, mal zusammen mit Arbeitskollegen über Mittag, mal an den Wochenenden gemeinsam mit der Partnerin. «Sonst hocke ich ja den ganzen Tag nur drinnen, das halte ich nicht aus.» Darum besuche er auch keine Fitnesscenter. Sein Krafttraining baut der Hobbysportler in die Joggingstrecke mit ein: «Liegestützen oder Situps mache ich unterwegs irgendwo im Wald auf einem Bänkli.»

Er organisiert auch Gebirgstouren

Der gelernte Elektroingenieur übt seine Leidenschaft Ausdauersport gleich in verschiedenen Funktionen aus: Er nimmt an Orientierungsläufen teil, sucht die Herausforderung bei den Jura-Top-Läufen, organisiert als SAC-Olten-Mitglied Skitouren, bereitet sich für einen Gigathlon hier oder einen Marathon dort vor.

Ausserdem präsidiert Hagmann den Verein Schweizer Gebirgssoldaten. «Im Militär konnte ich mein Hobby zum Beruf machen. So wurde ich Alpin-Offizier.» Der Verein bietet jährlich vier Gebirgstouren an. Hagmann ist oftmals an Planung und Leitung beteiligt.

Nächste Etappe: Froburg-Berglauf am 5. April

Rund sieben Stunden pro Woche widmet Hagmann dem Sport. Die nächsten Fixpunkte hat er bereits geplant: Am 5. April startet er am acht Kilometer langen Froburg-Berglauf, im Sommer steht der Zermatt-Marathon auf dem Plan.

Zusätzlich werden auch die Ferien zusammen mit der Partnerin sportfreundlich gestaltet: «Vor Ostern reisen wir eine Woche nach Norwegen. Dort stehen wir dann jeden Tag auf den Langlaufskis», erzählt Hagmann. Denn im kommenden Jahr will er wieder bereit sein für den 52. Engadiner Skimarathon — und eine neue Bestzeit.

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