Gretzenbach

Aufgrund von wachsenden Aufgaben sollen Stellenprozente der Gemeinde erhöht werden

Gemeindehaus Gretzenbach: Die Stellenprozente der Gemeindeverwaltung wurden anhand einer Verwaltungsanalyse überprüft.

Gemeindehaus Gretzenbach: Die Stellenprozente der Gemeindeverwaltung wurden anhand einer Verwaltungsanalyse überprüft.

Die Gemeindeverwaltung Gretzenbach soll auf 460 Stellenprozente erhöht werden — das letzte Wort hat der Souverän.

Eine interne Verwaltungsanalyse hat aufgezeigt, dass die Angestellten in der Gretzenbacher Gemeindeverwaltung teilweise viel Überzeit generieren. Zudem hat der Lernende, welcher im August in das zweite Lehrjahr gekommen wäre, die Lehre noch vor den Sommerferien abgebrochen. Auch trat die Gemeindeschreiberin mit dem Wunsch an den Rat, ihr Pensum von 100 Prozent auf 80 Prozent zu reduzieren. Der Gemeinderat hat sich daher intensiv mit der Personalsituation auseinandergesetzt.

Der aktuell bewilligte Stellenplan mit 380 Stellenprozent geht aus dem Jahr 1994 hervor. Die letzte Verwaltungsanalyse stammt aus dem Jahr 2006. In den vergangenen Jahren hat sich unter anderem auch die Einwohnerstruktur bzw. -zahl geändert. Im Jahr 2006 zählte die Gemeinde 2461 Einwohner, heute sind es 2730.

Zudem sind im Laufe der Jahre mit den bisherigen, unveränderten Personalressourcen neue Aufgaben hinzugekommen, beispielsweise Sekretariatsaufgaben der Kommissionen oder auch verschiedenste Rechnungsführungen, welche finanziell abgegolten werden. Ebenfalls hat der Kanton Aufgaben wie das Prüfen von Anlassgesuchen oder die Integrationsdienstleistungen (Projekt start.integration) an die Gemeinden überwälzt.

Der Gemeinderat hat entschieden, künftig nur noch einen Lernenden auszubilden und das Pensum der Gemeindeschreiberin auf 80 Prozent zu reduzieren. Mit einer jährlichen Kostenfolge von rund 12'000 Franken kann aufgrund der genannten Änderung der Stellenplan auf 460 Prozent erhöht werden. Dem Souverän wird an der nächsten Gemeindeversammlung der neue Stellenplan sowie die Kostenfolge zur Genehmigung beantragt.

Schulvereinbarung angepasst

Anlässlich der Einführung der Schülerpauschale muss die Vereinbarung zwischen den Einwohnergemeinden Däniken, Eppenberg-Wöschnau, Gretzenbach, Niedergösgen und Schönenwerd betreffend der Organisation des Sekundarschulkreises «Unteres Niederamt» überarbeitet werden. Der Gemeinderat hat diese zuhanden der kommenden Gemeindeversammlung verabschiedet. Nach Zustimmung sämtlicher Vertragspartner und der Genehmigung durch den Kanton tritt die neue Vereinbarung per 1. Januar 2018 in Kraft.

In Kürze

  • Der Gemeinderat hat die Pensenanträge für das Schuljahr 2018/2019 genehmigt. Ab dem neuen Schuljahr werden zehn volle und zwei reduzierte Abteilungen geführt. Gegenüber dem jetzigen Jahr wird ab dem Sommer infolge der gestiegenen Schülerzahl eine ganze Klasse mehr bewilligt.
  • Für die Spezielle Förderung hat der Gemeinderat ab dem neuen Schuljahr 58 Poollektionen und für den Logopädieunterricht zehn Lektionen bewilligt. Aufgrund der gestiegenen Anzahl Kinder werden künftig zwei zusätzliche Lektionen Spezielle Förderung zur Verfügung stehen. Für die Berechnung war die Anzahl Kinder von 240 massgebend. Gegenüber dem letzten Jahr hat die Schülerzahl um 27 Kinder zugenommen.
  • Der Gemeinderat hat beschlossen, die SBB Tageskarten im Jahr 2018 unverändert zum Preis von 45 Franken anzubieten. Die Auslastung im Jahr 2017 lag bei zirka 86 Prozent.
  • Der Souverän hat an seiner letzten Gemeindeversammlung den öffentlich-rechtlichen Vertrag über die Bildung eines Friedensrichterkreises zwischen den Einwohnergemeinden Schönenwerd, Gretzenbach und Eppenberg-Wöschnau genehmigt. Dieser Vertrag trat nach Genehmigung durch die Gerichtsverwaltung per 1.9.2017 in Kraft. Zwischenzeitlich wurde in der Person von Sandra Leuenberger aus Schönen-werd eine neue Friedensrichterin gewählt. Die Wahl gilt für die Amtsperiode 2017 bis 2021.
  • Bedauerlicherweise wurde das gelbe Zelt auf dem Schulareal von Vandalen beschädigt. Bei der Polizei wurde entsprechend Anzeige erstattet.

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