Dulliken
An Engelberg-Schwinget heisst es: 10 Securitas gegen 15000 Besucher

Die Vorbereitungen des Organisationskomitees zum siebten Engelberg-Schwinget auf der Juraanhöhe oberhalb von Dulliken sind in vollem Gange.

Tijana Nikolic
Drucken
Bauchef Adrian Barmettler, Ramon Barmettler, Jungschwinger Lukas Wittmer und OK-Präsident Toni Felder (v.l.).

Bauchef Adrian Barmettler, Ramon Barmettler, Jungschwinger Lukas Wittmer und OK-Präsident Toni Felder (v.l.).

Bruno Kissling

Seit Montag ist das bewährte Organisationskomitee, angeführt von Toni Felder, dem OK-Präsidenten, fleissig am Organisieren und Aufstellen der Festwirtschaft auf dem Engelberg.

Auch die zahlreichen Jung- und Aktivschwinger sind dieses Jahr ebenfalls behilflich beim Aufstellen des Festzeltes und der drei Kampfringe, in denen der Wettkampf am Sonntag ausgetragen wird. «Morgen Nachmittag gehen einige Schwinger und Sponsoren insgesamt 48 Kubikmeter Sägemehl abholen», erklärt Felder.

Viele Holzfirmen seien fair und verkaufen ihnen das Sägemehl zu guten Preisen. «Wir können das Sägemehl danach natürlich nicht wieder zurückbringen», lacht Felber. Vier verschiedene Bauern aus der Umgebung würden das Sägemehl nach dem Schwinget nehmen, um in ihren Stallungen den Boden abzudecken.

Zusammenarbeit ist alles

Anton Felder sei sehr dankbar für die Mithilfe von so vielen Leuten: «Jeder Beteiligte hilft in einer Weise mit und nur so kann dieser Anlass weiterhin bestehen». Einige der Schwinger haben den Weg zum Festareal beschriftet oder sichergestellt, dass das Parkareal genügend Platz für die Besucher bietet. «Letztes Jahr hatten wir 1000 Besucher und rechnen diesmal mit einigen mehr. Denn 2009 haben wir eher klein angefangen und seither wurde die Besucherzahl mit jedem Mal grösser», so Felder.

Deswegen sei der Parkplatz auch so wichtig. Denn der Besitzer des Landes, auf dem der Schwinget stattfindet, sei letztes Jahr etwas verärgert gewesen. «Die Besucher sind teilweise bis ganz zum Festgelände durchgefahren und haben ihre Autos mitten auf das gegenüberliegende Feld parkiert», erinnert sich Felder. Deswegen sei auch der Mietpreis für das Areal etwas angestiegen. «Dies soll dieses Jahr definitiv nicht wieder vorkommen und ich denke, wir haben uns gut darauf vorbereitet», ist sich Felder sicher.

Der Engelberg-Schwinget sei ein familienfreundlicher und friedlicher Anlass für die Freunde des Schwingsports, sei es als Aktiver oder als Zuschauer. «Ich denke, deswegen erfreut sich der Schwingsport heute auch solcher Beliebtheit. Er hat sich zu einem Familienevent entwickelt», findet Felder.

Es kommt selten zu Rangeleien

Bei den grossen Schwingfesten mit 15 000 Besuchern würden teilweise lediglich zehn Securitas vor Ort sein. «Das sagt doch schon alles aus. Die Besucher kommen mit ihren Familien oder wegen Familienmitgliedern, die schwingen, und wollen eine gute Zeit mit gutem Sport verbringen», weiss er Bescheid. Auch die Wetterverhältnisse sollen am Sonntag ideal sein, um pünktlich um 9.30 Uhr mit der Bergpredigt zu beginnen. «Es werden zirka 150 Jung- und Aktivschwinger teilnehmen. Man hat auch die Chance, sich kurz vor Beginn noch für die Kämpfe anzumelden», erklärt Felder weiter.

Ausserdem sei auch der Gastverein aus Giswil OW, der bereits letztes Jahr dabei war, wieder mit von der Partie. «Dies soll neu zur Regel werden. Schwingvereine aus verschiedenen Regionen sollen sich sozusagen befreunden und immer wieder bei Anlässen des anderen dabei sein», sagt Felder.

So sollen alle Vereine etwas in Umlauf kommen und nicht immer die gleichen, bereits erfolgreichen Vereine im Vordergrund stehen. «Dies ist eine Erneuerung, die erst jüngst im ‹Schwingen – Das Magazin› publiziert wurde und so weitergeführt werden soll», erläutert Felder. Er freut sich auf den Engelberg- Schwinget und hofft auf ein unfallfreies Fest.

Aktuelle Nachrichten