Schönenwerd

Am Kreuzgang beginnt wieder das Markttreiben

Diese Zusammenstellung von Ausstellern gibt einen kleinen Vorgeschmack.

Diese Zusammenstellung von Ausstellern gibt einen kleinen Vorgeschmack.

Am kommenden Samstag wird der Kreuzgang der Stiftskirche zur kleinen Markthalle. Ob gesponnen, geklöppelt oder in Stein gehauen, die unterschiedlichsten Kunstwerke werden dort verkauft.

Es gibt Menschen, die arbeiten mit Kopf-Hand-Herz. Sie fertigen ihre Kreationen im stillen Kämmerlein, im Hobbyraum oder in einem Atelier. Sie bleiben im Hintergrund, ohne grosses Aufhebens. So sind die Betreiber des bevorstehenden Marktes. Wie der Handwerkermarkt überhaupt zustande kam? Wie eben erwähnt, wurden diese Gegenstände mehr per Zufall entdeckt, dann genauer unter die Lupe genommen. Es wurde entschieden, dass es eigentlich schade sei, diese nicht öffentlich zu zeigen, einen Absatz zu finden und gar zum Kauf anzubieten.

Initiantinnen suchten und fanden

Die Initiantinnen Jacqueline Kusch und Nicole Mathis Suter waren sich schnell einig. Sie schauten sich nach anderen geschickten Händen um und starteten mit dem ersten Handwerkermarkt. Sie fanden Personen, die alte Handwerke wie zum Beispiel Klöppeln, Spinnen und Steinhauen beherrschen.

Diese Handfertigkeiten wurden vor Ort präsentiert. Im Weiteren waren die beiden Frauen auf der Pirsch nach Personen, welche die unterschiedlichsten Verarbeitungen von Holz, Eisen, Stein, Keramik, Malerei, Wolle, Stoff, Filz, Glas, Wachs, Beton, Schwemmholz, Blumen, Eingekochtem und Destilliertem verstehen.

Es entstand eine bunte Palette an Angeboten. Dieses Jahr wird speziell das Feuerbohren mit Lindenholz – archaisches Feuermachen – gezeigt. Da im Kreuzgang kein offenes Feuer entzündet werden darf, findet dieses auf dem Bühl statt. Die 5. Klasse des Feld-Schulhauses macht ebenfalls mit Freuden mit. Die Schülerinnen und Schüler werden Gebackenes anbieten.

Was bedeutet Handwerker?

Sind dies Handwerker, wie sie im Alltag bekannt sind? Muss man eine Lehre abschliessen, um als Handwerker zu gelten? Das ist die einfache Realität, wie man sie kennt. Es stellt sich weiter die Frage: Heisst es nun Heimwerker? Handwerker? Heimhandwerker? Kann man aber auch sagen Bastler, Tüftler oder gar Künstler?

Eigentlich ist es nicht so wichtig, wie diese Personen genannt werden. Sie verarbeiten unterschiedlichste Materialien und stellen Einzigartiges her. Meistens sind dies Unikate. Motivation ist die Freude am Erschaffen von Neuem und Speziellem. Die Freude, die Ergebnisse zu zeigen, ist gross.

Wenn diese Gegenstände verkauft werden, wird keiner der Marktbetreiber reich. Der Preis deckt die Materialkosten, und ein Aufschlag als Bonus für die Arbeit zeigt sich als Anerkennung. Nicht mehr und nicht weniger. Das faszinierende, vielfältige Angebot im Kreuzgang zeigt eine grosse Auswahl von Hand- und Fingerfertigkeiten.

Die Fantasie ergibt das Endresultat. Die unterschiedlichsten Gegenstände präsentieren sich auf den liebevoll geschmückten Marktständen. Für das leibliche Wohl wird das Turm-Beizli besorgt sein. Wirt Daniel Kiefer und seine Crew lassen den Erlös in die Kasse für die bevorstehende Renovation des Kreuzgangs fliessen.

Auf dem Bühl findet gleichzeitig eine Spielzeugbörse statt. Kinder und Jugendliche sind eingeladen, ihre alten Spielsachen zu tauschen oder zum Kauf anzubieten. Die Jugend kann sich vor dem Portal der Stiftskirche niederlassen. Sie sind vom Handwerkermarkt abgekoppelt und unter sich. Jedes kann seine «Gschäftli» nach seinem Gutdünken abwickeln. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Wandelhalle des altes Stiftes Sankt Leodegar lädt zum Flanieren, zum Staunen und zu Gesprächen ein. Ein Abstecher aufs Bühl lohnt sich bestimmt auch.

Markt am 2. April von 10 bis 17 Uhr
bei der christkatholischen Stiftskirche
in Schönenwerd.

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