An der 18. ordentlichen Generalversammlung vom 12. April in Obergösgen konnte die Aare Versorgungs AG (Avag) ihren Aktionärinnen und Aktionären ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr präsentieren. In seiner Ansprache erläuterte Verwaltungsratspräsident Herbert Niklaus die Positionierung der Avag, welche im angestammten Netzgebiet eine möglichst hohe Versorgungssicherheit gewähren wolle und dabei wiederum einen wichtigen Beitrag als Auftraggeber und Arbeitgeber in der Region erbringe.

Das bleibe auch nach der einvernehmlichen Entflechtung der Zuständigkeiten zwischen a.en und EBM so bestehen. Mit der Entflechtung der a.en und deren Redimensionierung auf die Aufgaben der Städtischen Betriebe Olten (sbo) wurde entschieden, dass die EBM den operativen Betrieb der Avag vollständig übernimmt. Für die an der Avag beteiligten Konzessionsgemeinden, die Netzpacht- und Betriebsführungsgemeinden und auch die Kunden ändere sich wenig, teilt das Unternehmen mit. Avag bleibt eine eigenständige Netzbetreiberin mit eigenständiger Tarif- und Preisstruktur.

Zusammenarbeit verlängert

Mit den vier Gemeinde-Elektras Däniken, Dulliken, Obergösgen und Gretzenbach konnte per Ende November 2017 die Zusammenarbeit mit EBM/Avag (Aare Versorgungs AG) vorzeitig bis ins Jahr 2029 vertraglich beschlossen werden. Die bisher für Avag zuständigen Mitarbeitenden der a.en, welche weiterhin die Avag-Aufgaben für die Elektrizitätsversorgung in den versorgten Gemeinden wahrnehmen, wurden per 1. Januar 2018 von der EBM übernommen.

Die Energiepreise und Netznutzungstarife für 2018 wurden per Ende August 2017 publiziert. Die Preiskomponente Netznutzung blieb unverändert. Dagegen konnten die Energiepreise in der Grundversorgung dank günstigerer Einstandspreise um 10 Prozent gesenkt werden.

Umsatz ausgebaut

Die 15 versammelten Aktionärinnen und Aktionäre, welche insgesamt 99,96 Prozent der Aktienstimmen vertraten, genehmigten einstimmig den Lagebericht und die Jahresrechnung 2017. Der im Berichtsjahr erzielte Umsatz liegt bei 80,3 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich auf 13,2 (Vorjahr 9,6) Millionen Franken, was als ein sehr gutes Ergebnis eingestuft werden kann. Die Rechnung 2017 der Avag schliesst mit einem Gewinn von 13,4 (9,2) Millionen Franken ab. Den Mitgliedern des Verwaltungsrats wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Die Generalversammlung folgte einstimmig dem Antrag des Verwaltungsrates und beschloss eine Dividende pro Aktie in Höhe von 320 (Vorjahr 40) Franken. Die Dividende reflektiere den soliden Gewinn sowie den ausgezeichneten Zustand der Netzinfrastruktur der Avag. Sie sei Teil der Optimierung der Finanzierungsstruktur und habe keinen Einfluss auf die künftige Investitionstätigkeit.

Verwaltungsrat bestätigt

Die bisherigen Verwaltungsräte Herbert Niklaus (Präsident), Ernst Zingg, Conrad Ammann, Dominik Baier, Roger Ballmer, Kurt Henzmann, Beat Huber, Dieter Leu und Stephan Naef wurden einstimmig für eine weitere Amtsperiode bis 2021 bestätigt. Ernst & Young AG wurde erneut als Revisionsstelle auch für das Geschäftsjahr 2018 gewählt.