Walterswil

60 Teenies nehmen mit ihrem christlichen Musical Dorf um Dorf ein

Verbreiten gute Laune: Die rund 60 Jugendlichen des Adonia-Chors, welcher an diesem Wochenende in Walterswil Halt machte.

Verbreiten gute Laune: Die rund 60 Jugendlichen des Adonia-Chors, welcher an diesem Wochenende in Walterswil Halt machte.

Der Adonia-Chor führte das christliche Musical «Esther» übers Wochenende auf – ein Blick hinter die Kulissen.

Er ist unübersehbar, der grosse dunkelblaue Car, der vor der rosafarbenen Mehrzweckhalle in Walterswil steht. Gerade eben hat er eine Horde Jugendliche abgeladen. Mit Sack und Pack – also mit Rollkoffern und Kopfhörern – machen sie sich auf den Weg ins Innere des Gebäudes. Dort, wo am Abend ihr Auftritt ansteht. Die Rede ist von 60 Teenies mit ihren Leitern. Sie gehören zu einem von insgesamt 19 Adonia-Chören, die in diesem Frühling knapp 80 Mal schweizweit das Musical «Esther» aufführen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Chores kommen aus den Kantonen Baselland, Basel-Stadt und vereinzelt auch aus dem Aargau. Walterswil ist der dritte Halt ihrer Mini-Tour. Vorher gastierten sie im solothurnischen Breitenbach und im Baselbieter Sissach. Nach Walterswil folgt ein weiterer Auftritt in Reigoldswil BL. Organisiert wurde der Anlass von der reformierten sowie der katholischen Kirchgemeinde Walterswil und der Müttergebetsgruppe Safenwil-Walterswil.

Das Musical besteht aus einem 40-köpfigen Chor, einer 7-köpfigen Live-Band und einem Theater. «Viele der Jugendlichen nehmen Doppelrollen ein. Sie singen und spielen Theater», erklärt Eliane Breitenmoser, die Teens-Verantwortliche von Adonia.

Die Handlung des Musicals ist schnell erzählt: Es ist eine biblische Geschichte und es geht um die Jüdin Esther, die vor 2500 Jahren in Persien gelebt hat. Durch ihre Schönheit wird sie zur Königin von Persien und steht am Schluss vor der Frage, ob sie ihr Volk retten oder dem Gesetz, und damit dem König gehorchen wird.

Glaube steht im Zentrum

Insgesamt acht Tage sind die Jugendlichen und ihre Betreuer unterwegs. Versammelt haben sie sich am Sonntag vor einer Woche. Bis am Mittwoch folgten die Proben, am Mittwochabend stand bereits der erste Auftritt an. «Die gemeinsame Vorbereitungszeit ist relativ knapp», ist sich Eliane Breitenmoser bewusst. «Da ist jeder Einzelne gefordert.»

Die Jugendlichen erhalten zwei Monate vor der Tour eine CD mit den Liedern, die sie auswendig lernen müssen. Das Casting für die Solo-Auftritte und die Theaterrollen findet ein paar Wochen später statt.

Zurück nach Walterswil: Es ist Mittagszeit und die Jugendlichen essen gemeinsam ihren Lunch. «Am meisten Spass bereitet mir das Theaterspielen», erzählt der 19-jährige Luca Décoppet aus Wenzlingen BL. Er wird später die Rolle des Haman einnehmen, der den Aufstand gegen die Juden anzetteln wird. Seine 18-jährige Kollegin Melissa Hasler pflichtet ihm bei und ergänzt: «Die christliche Gemeinschaft ist uns auch sehr wichtig.»

Eine Szene aus dem Musical «Esther».

Eine Szene aus dem Musical «Esther».

Der christliche Glaube steht denn auch auf der ganzen Tournee im Zentrum: Das Musical erzählt eine biblische Geschichte, auf dem Tagesprogramm stehen Gebete und die meisten der Teilnehmer haben einen christlichen Hintergrund. «Bei uns sind alle willkommen», erklärt Eliane Breitenmoser. So finden sich unter den Jugendlichen sowohl Katholiken als auch Reformierte sowie Angehörige von Freikirchen.

Übernachtung bei Gastfamilien

Die Jugendlichen übernachten bei Gastfamilien aus den jeweiligen Auftrittsorten. «Ich bin dann schon gespannt auf die Familie und ihr Zuhause», gesteht Samira Inniger aus Liestal. «Meistens sind die Leute nett und grosszügig», meint die 15-Jährige. Es braucht also eine grosse Portion Organisationstalent, um die rund 70 Personen in Gastfamilien unterzubringen.

«In Walterswil haben wir problemlos geeignete Unterkünfte gefunden», berichtet Christa Sudar vom Organisationskomitee. So hatten alle Jugendliche und ihre Betreuer nach getaner Arbeit ein Dach über ihren Köpfen.

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