Deitingen

Worst-Case-Szenario verhindert: Gemeinderat leistet der Spielgruppe Knopf finanzielle Hilfe

Die Spielgruppe Knopf besteht als Verein seit 1995. (Symbolbild)

Die Spielgruppe Knopf besteht als Verein seit 1995. (Symbolbild)

Der Gemeinderat Deitingen hat beschlossen, die Spielgruppe Knopf (vorerst) für ein Jahr finanziell zu unterstützen.

Die Spielgruppe Knopf besteht als Verein seit 1995. Er hat sich von einem einfachen und überschaubaren Verein zu einem kleinen, zeitgemässen Unternehmen entwickelt. Nun stösst die Spielgruppe allerdings an ihre finanziellen Grenzen, denn die Reserven sind beinahe aufgebracht. Ohne Unterstützung droht der Spielgruppe Knopf im Sommer 2021 die Auflösung. Zu diesem Worst-Case-Szenario soll es allerdings nicht kommen. Denn: «Das wäre ein Armutszeugnis für die Gemeinde», sagt Gemeindepräsident Bruno Eberhard. Schliesslich sei die Spielgruppe als wichtiges Angebot für die Frühförderung nicht mehr wegzudenken.

Für Sabine Scheidegger, Ressortleiterin Bildung, wäre etwa die Integration in das Schulangebot der Gemeinde eine denkbare zukunftsorientierte Lösung. Um die Trägerschaft zu überprüfen, soll die Spielgruppe zunächst aber im Rahmen eines Projektes für ein Schuljahr unterstützt werden. Konkret bedeutet dies: Unentgeltlich ein Zimmer im Schulhaus zur Verfügung zu stellen sowie die Buchhaltung durch die Gemeindeverwaltung führen zu lassen. Zudem entfielen der Spielgruppe auf diese Weise auch die Ausgaben für die Reinigung. Für Deitingen wäre dieses Vorgehen lediglich mit geringen Kosten verbunden. Für die Spielgruppe hingegen könnten dadurch zwischen 7000 bis 8000 Franken eingespart und somit der nötige Freiraum geschaffen werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Dementsprechend unbestritten war das Geschäft und wurde vom Rat gutgeheissen.

Die Gemeinde bezahlt nun einen Minimalbetrag

Im langen Hin und Her zwischen der Gemeinde Deitingen und der Repla zeichnet sich nun ein Ende ab. Auf Grund eines Bilanzfehlbetrages hatte der Gemeinderat entschieden, der Repla die Sistierung der Kostenbeteiligung für das Jahr 2019 zu beantragen. Entsprechend flossen die 24'800 Franken nicht ins Budget ein. Bei diesem Beschluss bezieht sich der Gemeinderat auf die Ausstiegsklause in der Vereinbarung. Die Repla hat aber die Erwartung, dass die Gemeinde im Minimum den Anteil an die Landschaftsvernetzung und Qualitätsförderung-Projekt von 3240 Franken bezahlen soll, mit welchem den Deitingern Landwirten Bundesbeiträge in der Höhe von 129'172 Franken gesichert werden.

Ausserdem sehe man dem Abschluss 2019 in Deitingen gespannt entgegen. Denn dieser wird voraussichtlich besser ausfallen, als prognostiziert. Damit dürfte sich die finanzielle Lage der Gemeinde leicht entspannen. «Allerdings haben wir noch lange nicht das Polster, welches wir gemäss den Vorgaben des Amtes für Gemeinden haben sollten», so Eberhard.

Jan Binzegger kritisierte in der ganzen Angelegenheit das Vorgehen der Repla. Diese diktiere «von oben herab» und sei weder wohlwollend noch kompromissbereit. Er plädierte dafür, gar keine Gelder zu sprechen. Schliesslich sei man auch der Bevölkerung verpflichtet, welche die Sistierung gutgeheissen habe. Zudem werde die kleine Reserve, welche sich die Gemeinde nun angehäuft hat, auf Grund der Auswirkungen des Corona-Virus wieder aufgebraucht werden.

Michael Tüfer erklärte, dass er unter normalen Umständen das Geld freigegeben hätte. «So wie man in dieser Diskussion allerdings mit uns umgegangen ist, bin ich nicht mehr bereit dafür». Er beantragt, dass nur der Minimalbetrag gezahlt wird. Nach längerer Diskussion einigte sich eine Mehrheit des Rates letztlich darauf, den Minimalbetrag von 3240 Franken zu bezahlen.

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