Überbauung

Wohnen auf dem Bay-Areal

Auf dem Areal der früheren O. Bay AG will ein Zuger Investor eine Überbauung realisieren.

Auf dem Areal der früheren O. Bay AG will ein Zuger Investor eine Überbauung realisieren.

Auf dem Areal der ehemaligen Firma O. Bay AG und der Bay-Villa in Subingen wird eine Überbauung entstehen. Bereits wurde ein Gestaltungsplan publiziert.

Subingens Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold nannte an der Gemeindeversammlung das Bay-Areal eine der noch wenigen Baulandreserven der Gemeinde. Dieses Areal mit den beiden Grundstücken des Firmengebäudes und der Bay-Villa stand lange im Fokus des Interesses. Erst 2016 konnte das Konkursverfahren der ehemaligen O. Bay AG abgeschlossen werden. 2017 erfolgte ein klärender Verkauf des Gewerbegrundstücks und des Nachbargrundstücks an eine Zuger Immobilienfirma. Im Herbst 2017 wurden der Abriss der bestehenden Gebäude angezeigt. Auf Anfrage bestätigte das Zuger Familienunternehmen damals, dass auf den beiden Parzellen Wohnraum geschaffen werden soll.

Nun haben lange Verhandlungen des Zuger Investors mit den Subinger Behörden ein Ende gefunden. Zum Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften wurde eine Mitwirkung durchgeführt, die vor kurzem abgelaufen ist. Mitwirkungen gab es keine. Damit war der Weg frei, den Gestaltungsplan aufzulegen, was im letzten Azeiger bereits erfolgte.

Vier Gebäude mit 34 Wohnungen

Der Gestaltungsplan Bay-Areal hat eine Perimeterfläche von über 6000 Quadratmetern. Das Grundstück liegt in der Kernzone Erhaltung, in dem 1- bis 2-geschossige Bauten vorgesehen sind. Laut Zonenreglement kann im Rahmen des Gestaltungsplans die Geschosszahl um ein Geschoss erhöht werden und nach kantonaler Praxis die Überbauungsziffer um 10 Prozent erhöht werden. Der südliche Teil des Areals an der Luzernstrasse ist mit einer Lärmempfindlichkeitsaufstufung versehen. Am nördlichen Rand ist eine geschützte Hecke im Zonenplan vermerkt, die sich als Teil der Bay-Villa entwickelte. Diese soll auf dem Areal eins zu eins neu bepflanzt werden.

Als Ziele des Gestaltungsplans wurden genannt: eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität, eine hohe Qualität der Freiräume und eine hohe Wohnqualität. Unter dem Aspekt einer Siedlungsentwicklung nach innen wird das Bauvorhaben positiv gewürdigt. In einer Studie wurde die nahe Oesch hervorgehoben, die mit einem Grünstreifen das Siedlungsgebiet quert. Im Grünstreifen befinden sich langfristig drei Objekte (Spycher, Mühle, Restaurant Oesch), die erhaltenswert sind. Weitere Objekte stören, darunter das Bay-Firmengebäude. Die Lage und Anzahl der Baukörper wurden in der Folge intensiv diskutiert. Investor, Gemeinde und Kanton einigten sich auf vier Baukörper. Insgesamt ist der Bau von 34 Wohnungen möglich. Sollten Gewerberäumlichkeiten bereitgestellt werden, reicht es für 30 Wohnungen. Eine Tiefgarage mit 50 Parkplätzen ergänzt das Projekt.

Die Gemeinde plant zudem eine Verengung der Einmündung Schulhausstrasse in die Luzernstrasse. Dadurch könne der Charakter der Schulhausstrasse als Quartierstrasse gestärkt und die Sicherheit für Fussgänger erhöht werden. Zusätzlich ist entlang der Schulhausstrasse auf der Seite des Bay-Areals ein Trottoir vorgesehen. Verzögert sich aber die Umgestaltung der Einmündung, kann das dort geplante Gebäude um bis zu 2 Meter nach Norden verschoben werden.

Noch steht das Firmengebäude der ehemaligen Firma O. Bay AG. Dieses soll abgerissen werden und einer Überbauung Platz machen. Hanspeter Bärtschi

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