Gefährliche Verkehrssituationen

Unfälle in Altreu vorprogrammiert: Gemeinderat ergreift Sofortmassnahmen

Bereits seit längerer Zeit beklagen sich die Aufsichtspersonen des Witizentrums in Altreu über gefährliche Verkehrssituationen.

Bereits seit längerer Zeit beklagen sich die Aufsichtspersonen des Witizentrums in Altreu über gefährliche Verkehrssituationen.

Der Gemeinderat Selzach ergreift aufgrund von längeren Klagen über die gefährliche Verkehrssituation in Altreu Sofortmassnahmen.

Bereits seit längerer Zeit beklagen sich die Aufsichtspersonen des Witizentrums in Altreu über gefährliche Verkehrssituationen. Vor allem E-Bikes seien teilweise unvernünftig schnell unterwegs. Der Gemeinderat Selzach möchte mit einfachen Mitteln die Unfallgefahr minimieren. Als Sofortmassnahme sieht er den temporären Einsatz von Fahrbahnschwellen aus Kunststoff vor. Im Winter würden die Schwellen abmontiert, um die Schneeräumung zu gewährleisten.

Aldo Mann (FDP) kann sich für diese Lösung nicht begeistern. Er gab zu bedenken, dass diese Schwellen für Landwirtschaftsfahrzeuge ein grösseres Problem darstellten. Gemeindepräsidentin Silvia Spycher (FDP) betonte, dass dies nur eine Übergangslösung sei, um die aktuelle Situation zu entschärfen. Die Arbeitsgruppe Verkehr sei nun gefordert, eine nachhaltige Lösung auszuarbeiten. Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat der temporären Lösung mit den Schwellen zu.

Die Interessengemeinschaft Kraftort Wald ersuchte die Gemeinde um einen Unterstützungsbeitrag für den Aufbau eines Holzturms. Der Turm besteht aus lokalem Sturmholz und war im Jahr 2018 Mittelpunkt an der Heso-Sonderschau Kraftort Wald. Der Bau soll direkt am Aareufer in der Witi Selzach zu stehen kommen und als Aussenposten des Infozentrums Witi dienen. Naturliebhaber können dort in aller Ruhe wild lebende Störche, Hasen und andere Tiere beobachten.
Gemeinde beteiligt sich ebenfalls an den Ausgaben

Der Aufbau des Turms wird auf 100'000 Franken zu stehen kommen. Bereits sind Sponsorenbeiträge in der Höhe von rund 43'000 Franken eingegangen. Silvia Spycher sieht sich in der Pflicht, als Standortgemeinde ebenfalls einen Beitrag zu leisten. Bauverwalter Thomas Leimer betonte, dass der Turm eine touristische Attraktion werden könnte. Der Gemeinderat beschloss darum, die vier Fundamente zum Betrag von insgesamt 20'000 Franken zu übernehmen.

Die Rechnung schloss mit einem operativen Aufwandüberschuss von 2,7 Mio. Franken ab. Dies vor Entnahmen aus den Vorfinanzierungen von 160'000 Franken, den Aufwertungsreserven von 680'000 Franken und der Auflösung von Rückstellungen für den Finanzausgleich im Betrag von 2,5 Mio. Franken. Nach diesen Berichtigungen ergibt sich ein Ertragsüberschuss von rund 600'000 Franken. Budgetiert war ein Verlust von 3,6 Mio. Franken.

Die gute Rechnung ist unter anderem einem Minderaufwand bei der sozialen Sicherheit und der Umwelt und Raumordnung zu verdanken. Hauptsächlich aber durch Mehrerträge bei den Steuereinnahmen, wie Gemeindeverwalter Mario Caspar erklärte. Nettoinvestiert wurde für 3 Mio. Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad von minus 55 Prozent löste bei ihm noch keinen Alarm aus. Mit einem Nettovermögen pro Einwohner von 5300 Franken stehe die Gemeinde gut da. 

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