Derendingen

Trotz eines Neubaus soll es grün bleiben im Dorf

Der Spiel- und Fussballplatz beim ehemaligen Schulhaus Oberdorf soll als Grünfläche erhalten bleiben.

Der Spiel- und Fussballplatz beim ehemaligen Schulhaus Oberdorf soll als Grünfläche erhalten bleiben.

Weil Derendingen zu viele Grundstücke in der Zone für öffentlliche Bauten und Anlagen hat, wird ein Streifen Land verkauft, um eine Überbauung zu realisieren.

Das ehemalige Schulhaus Oberdorf ist zurzeit an eine Privatschule vermietet. Das Grundstück, auf dem es steht, ist nach wie vor der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (Oeba) zugeteilt. Mit der Ortsplanungsrevision soll das Nachbargrundstück neu als 2-geschossige Wohnzone Verdichtung (W2b) definiert und von der Oeba umgezont werden. Damit auf diesem Grundstück eine vernünftige Überbauung realisiert werden kann, möchte der Bauherr einen Teil des Grundstückes auf dem das Schulhaus Oberdorf steht, dazukaufen. Es geht dabei um einen Streifen von 13 mal 89 Meter (1157 Quadratmeter). Der Käufer bietet einen Quadratmeterpreis von 600 Franken, was einer Kaufsumme von knapp 700'000 Franken entspricht. Es besteht bereits eine Projektstudie. Der Neubau kann allerdings erst nach Inkrafttreten der revidierten Ortsplanung realisiert werden.

Da Derendingen über zu viele Flächen in der Oeba-Zone verfügt, erscheint eine Umzonung aus heutiger Sicht als möglich. Im Entwurf der Ortsplanungsrevision ist die Umzonung des Landstreifens bereits berücksichtigt. Die restliche Fläche von rund 4900 Quadratmeter, die in der Hand der Gemeinde bleibt, soll weiterhin als Spielplatz und Begegnungsraum genützt werden.

Der Gemeinderat Derendingen hat von den Kaufabsichten Kenntnis genommen und zugestimmt, dass ein Vorvertrag abgeschlossen wird. Dies unter dem Vorbehalt, dass die Umzonung mit der Revision der Ortsplanung auch tatsächlich möglich wird und der heutige Schülerweg erhalten bleibt.

Corona-Pandemie trifft auch die Cevi

Der Gemeinderat hat sich zudem über den Jahresbericht der Cevi informieren lassen. Der Grund dafür ist, dass die Gemeinde der Organisation ein Grundstück im Baurecht zur Verfügung gestellt hat. Dabei stellten sich auch die neuen Vorstandsmitglieder vor.

Der Jugendverein sei auf gutem Weg, musste aber dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie einen Verlust verbuchen. Es fehlen die Einnahmen, die jeweils durch die Mithilfe an Festen und Anlässen hereinkommen. Noch sei ein Vermögen vorhanden, das angeknabbert werden kann.

Schülerzahlen steigen mittelfristig

Als letztes hat der Gemeinderat der Pensenplanung der Schule zugestimmt. Für das nächste Schuljahr würden sich nur kleinere Veränderungen abzeichnen. Mittelfristig sei aber mit höheren Schülerzahlen zu rechnen. Um flexibel reagieren zu können, hat die Schulleitung beantragt, dass je eine 4. und eine 5. Klasse in einem reduzierten Pensum unterrichtet werden sollen.

In der speziellen Förderung werde der Pensenpool auch künftig überschritten. Insgesamt werden 22 volle Pensen beantragt, weil in den nächsten drei Jahren durchschnittlich mit 450 Schulkindern (inkusive Kindergarten) gerechnet wird.

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