Schon seit Längerem wünscht sich der Gemeinderat Rüttenen eine Temporeduktion auf der Hauptstrasse zwischen den beiden Schulhäusern. Das Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) hat zwar Möglichkeiten zur Umsetzung geprüft, die Gemeinde aber darüber informiert, dass «in einem ersten Schritt nur leichte bauliche Eingriffe im Zusammenhang mit dem Projekt Gewässerschutzmassnahmen zu einer Geschwindigkeitsreduktion bei der Dorfeinfahrt führen sollen». Geplant sei, so Gemeindepräsident Gilbert Studer, die Mittelinsel bei der Dorfeinfahrt zu vergrössern und Bäume anzupflanzen.

In der Zwischenzeit lag – unabhängig vom Begehren der Gemeinde – ein Lärmsanierungsprojekt (LSP) für Rüttenen auf, in dem auch die Hauptstrasse untersucht wurde. Dabei zeigte sich, dass mit einer Temporeduktion ab der Bushaltestelle Rüttenen Dorf bis nach der Bushaltestelle Rüttenen Endstation die zu hohen Lärmwerte verringert werden könnten. Da der Kanton aber nur den Einbau eines Flüsterbelages vorsieht, hat der VCS gegen das LSP Ensprache eingelegt und das Verfahren in der Zwischenzeit an das Verwaltungsgericht weitergezogen.

Klare Haltung einnehmen

«Für die Grundwasserschutzzone im Galmis wird das Tempo reduziert, für die Sicherheit der Schulkinder nicht.» Vizegemeindepräsident Simon Knellwolf war der Ansicht, dass der Gemeinderat eine klare Meinung in Bezug auf die mögliche Einführung einer Geschwindigkeitsreduktion auf der Hauptstrasse zwischen dem Kirchenzentrum und den Schulhäusern äussern sollte. Das unterstützte Gemeindepräsident Gilbert Studer voll und ganz. «Wir sind im Verfahren vor Verwaltungsgericht nicht Partei und nicht legitimiert, uns zu äussern. Wir können aber sehr wohl nochmals beim AVT vorstellig werden und unserem Wunsch nach Tempo 30 nochmals in aller Deutlichkeit Nachdruck verleihen.» Diesem Ansinnen unterstützte der Gemeinderat einstimmig. Das AVT wird gebeten, das LSP zu überarbeiten und damit den Lärmschutz auf der Hauptstrasse zu verbessern, und gleichzeitig auch etwas für die Schulwegsicherheit zu tun.

Bach offen legen

Der Chesselbach soll entlang der Hauptstrasse, im Bereich des alten Schulhauses, entlang des Trottoirs offen gelegt werden. Im Grundsatz hat der Gemeinderat diesem Vorhaben vor rund einem Jahr bereits zugestimmt. In der Zwischenzeit wurde das Massnahmenprojekt durch das AVT erarbeitet. Damit das Bauvorhaben bewilligt werden kann, braucht es das Einverständnis der Gemeinde als Grundeigentümerin. Der Gemeinderat hat dem Vorhaben zugestimmt. Die Arbeiten werden mit den Hochwasserschutzmassnahmen vom Dorfzentrum bis zur Verenaschlucht koordiniert.

Stellvertreter für Lüthi

Am 1. März tritt Fabian Käch aus Oberdorf seine neue Stelle als stellvertretender Gemeindeverwalter in Rüttenen an. Käch ist 34-jährig, hat eine Tochter und wird bald weiteren Nachwuchs erhalten. Aufgewachsen ist er in Bellach. Er hat seit seinem Lehrabschluss immer im Finanzsektor gearbeitet. Bis in den Sommer betätigt er sich in seiner Freizeit weiter als Fussballtrainer in Lommiswil. Ab dann wird er eine Weiterbildung besuchen. Käch hat sich im Gemeinderat vorgestellt und die Sitzung mitverfolgt.

Ab dem nächsten Schuljahr werden in Rüttenen nur noch vier Schulabteilungen geführt. Das hat zur Folge, dass die Klassen gemischt werden und dass diese mit durchschnittlich 21 Kindern relativ gross werden. Deshalb wurden Zusatzlektionen bewilligt. Zehn Lektionen sind dem Fremdsprachenunterricht in den gemischten Klassen zugedacht. Weitere fünf Lektionen stehen dem Kindergarten zur Verfügung, falls die Anzahl der Kinder mehr als 24 betragen wird.