Positive Jahresrechnung

Subingen besitzt ein schönes Polster für die Zukunft

Mit einem bilanzierten Eigenkapital inklusive Spezialfinanzierungen von mehr als 8 Mio. Franken könnte die Gemeinde beruhigt in die Zukunft blicken.

Mit einem bilanzierten Eigenkapital inklusive Spezialfinanzierungen von mehr als 8 Mio. Franken könnte die Gemeinde beruhigt in die Zukunft blicken.

Der Gemeinderat Subingen verabschiedet eine äusserst positive Jahresrechnung.

Dass Subingen arm ist, kann man nicht behaupten angesichts der Jahresrechnung 2019. Mit einem bilanzierten Eigenkapital inklusive Spezialfinanzierungen von mehr als 8 Mio. Franken könnte die Gemeinde beruhigt in die Zukunft blicken. Wenn da nicht kommende «Coronasteuerausfälle» drohen würden. Finanzverwalter Roland Kummli erläuterte im Gemeinderat den Jahreshaushalt mit einem Gesamtertrag von 15,6 Mio. Franken. Budgetiert worden war ein Aufwandüberschuss von rund 137'000 Franken. Nach planmässigen Abschreibungen resultiert nun ein Ertragsüberschuss von nahezu 520'500 Franken. Das Gesamtergebnis ist sogar um rund 657'000 Franken besser ausgefallen. Was allerdings trotz des erfreulichen Abschlusses Sorge bereitet, ist die Tatsache, wie die Mehreinnahmen zu Stande gekommen sind. Es handelt sich nicht etwa um höhere Steuereingänge, die im Rechnungsjahr sogar rund 150'000 Franken unter dem prognostizierten Betrag lagen, sondern um Sondersteuern. Darunter befinden sich die Grundstückgewinnsteuern mit 352'000 Franken, die Kummli als höchsten Eingang der letzten acht Jahre bezeichnete.

Rekordverdächtig sind ebenso eingegangene Sondersteuern bei Auszahlungen von Vorsorgeeinrichtungen sowie Kapitalabfindungen mit rund 318'000 Franken. Der Finanzverwalter listete weitere Gründe für den guten Abschluss auf, der auf um 578'000 Franken niedrigeren Kosten in zehn Kontobereichen fusst. Beispielsweise sanken die Ausgaben in der Bildung – auch bedingt durch weniger Beiträge an Sonderschulen und den Zweckverband Oberstufe Wasseramt Ost – von 6,35 auf 6 Mio. Franken.

Investitionen verschieben sich in Folgejahre

Die Investitionsrechnung ging eigentlich von Nettoausgaben in Höhe von rund 5 Mio. Franken aus. Fehlende Fortschritte bei den geplanten Neubauten und weiteres verminderten den Betrag auf 1,8 Mio. Franken. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Ertragsüberschuss von 520'490 als Vorfinanzierung zur Sanierung und Erweiterung des Schulhauses zu nützen und den Rest von 20'500 Franken dem Eigenkapital zuzuführen. Es erhöht sich ohne die Kapitalien der Spezialfinanzierungen Ab-/Wasser und Abfall auf 2,9 Mio. Franken. Jede Person in der 3183-köpfigen Subinger Bevölkerung verfügt nicht etwa über Schulden, sondern pro Kopf über ein Nettovermögen von 588 Franken. Ohne jegliche Wortbegehren verabschiedete der Rat die Jahresrechnung.

Geschichtsweg wird im Herbst eröffnet

Die Feiern zum Jubiläum 750 Jahre Subingen sind zwar coronabedingt aufs nächste Jahr verschoben. Aber dennoch können sich alle Interessierten an der Ortshistorie schon im Herbst 2020 auf die Eröffnung eines 21 Posten umfassenden «Geschichtswegs» freuen. Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold unterstrich seine persönliche Freude am Vorhaben und der gewählten Form der Ausführung. Namens der Kultur- und Jugendkommission stellte Gemeinderat Fredy Bitterli Standorte und Inhalte für die Ständer mit instruktivem Kurztext vor.

Beleuchtet werden bei diesem Rundgang die das Ortsbild und Subinger Leben prägenden Gebäude wie Oeli, Kirche, Schulhaus, Mühle, Chäsi, Sommerhus, Traditionsrestaurants und viele weitere, so auch Ereignisse wie die Oeschkorrektion. Der Gemeinderat empfand die Planungen zum Geschichtsweg «als sehr gelungen». Die Mehrzahl der Standorte befindet sich auf öffentlichem Grund, die Nutzung von privaten Bereichen wird noch abgeklärt.

Belegung bei Wurzeli ist gut

Seit drei Jahren bietet der Verein Wurzeli – inzwischen in der Nachbarschaft zum Schulhaus angesiedelt – familienergänzende Betreuung. Der Jahresbericht spricht von überwiegend guten Belegungszahlen. Zur Unterstützung des Mittagstischs genehmigte der Rat die Auszahlung des vereinbarten Betriebsbeitrags von 14'500 Franken und sah auch das kurz vorgestellte «Morgenmodul» mit Frühstück und Betreuung für 9 Franken als wünschenswert.

Im Rat wurde bestätigt, dass wegen der Obergrenze von 300 Teilnehmenden, wie in anderen Gemeinden auch, die Feier zum 1. August abgesagt bleibt.

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