Zuchwil
Skifahren aus der Pool-Position: So präsentierte sich das Komikerduo Oropax

Mit trockenem Humor alle nass machen. So lässt sich das Programm zusammenfassen, welches das bekannte Komikerduo Oropax am Freitag in der Zuchwiler Badi präsentierte. Nichts wurde ausgelassen: Von improvisierten Wortspielen bis zu handfestem Slapstick, wenn Thomas Martins in voller Skimontur vom Dreimeter springt.

Hans Peter Schläfli
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Slapstick und Kalauer: Das Komikerduo Oropax im Sportzentrum Zuchwil.
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Das Chaos-Theater Oropax ist ein Comedy-Duo aus Freiburg im Breisgau.
Slapstick und Kalauer - Oropax im Sportzentrum Zuchwil 5
Die Brüder Volker und Thomas Martins, interpretieren das altbewährte Comedyprinzip Dumm und noch viel Dümmer.

Slapstick und Kalauer: Das Komikerduo Oropax im Sportzentrum Zuchwil.

Hans Peter Schläfli

Im kleinen Pool beim Sprungrurm hatte es nicht genug Platz für die sonst übliche, riesige Insel. Ein kleines, aufblasbares Floss musste im Sportzentrum als Bühne reichen. Einer ist doof, der andere nicht ganz dicht: Das Chaos-Theater Oropax ist ein Comedy-Duo aus Freiburg im Breisgau, und von dort kommt auch die erste Figur ihres aktuellen Programms, der fast ausgestorbene nordschwarzwälder Pinguin, der dann durch den Hund Bellach, einem irischen Hund der Rasse Belfast gefressen wird, währen sich dieser im Laufe der Show in den serbischen Hund Belgrad verwandelt.

Die Brüder Volker und Thomas Martins, die gerade einen Erotikkurs mit der Note befriedigend beendet haben, interpretieren das altbewährte Comedyprinzip Dumm und noch viel Dümmer. Sie bringen mit Kalauern und Wortklaubereien ihr Publikum zum Lachen und man ist nie ganz sicher, ob die Witze nun einstudiert oder improvisiert sind. Die Leute am Poolrand wurden geschickt in kurzen Gesprächen verwickelt und sofort in die Show integriert. Aus dem André wurde der Gleiche, aus Nicole wurde die, die nie Kohle hat, während der Basler Lokomotivführer Olie das Leben in vollen Zügen geniesst und der ist, der auf den Zuch will.

Corona-Kontrolle durch den Kanton

Obwohl die Show auf dem Wasser und an der frischen Luft gezeigt wurde, gab es nur zwei kleine, getrennte Tribünen mit je 100 Zuschauern. Auf eine Pause wurde bewusst verzichtet, um unnötige Zuschauerdurchmischungen zu vermeiden. Ganz allgemein fiel auf, wie ernst die Organisatoren vom Kofmehl die aktuellen Hygienevorschriften nahmen. Schon beim Veloparkplatz vor dem Eingang zum Sportzentrum wurden die Zuschauer durch ein halbes Dutzend junge, vorbildlich maskierte Mitarbeiter des Kofmehls empfangen und gebeten, ebenfalls eine Maske zu tragen, ohne Maske wurde niemand hineingelassen. Alle Daten wurden aufgenommen, die Identität und die Handynummer kontrolliert, um im schlimmsten Fall die Zuschauer später auch tatsächlich vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus warnen zu können. All das passierte unter dem strengen Auge zweier Kontrolleure des Kantons. Etwas befremdend nur, dass ausgerechnet diese kantonalen Covid-Kontrolleure ihre Vorbildfunktion nicht wahrnahmen: Sie waren die einzigen Personen im Empfangsbereich, die keine Maske trugen.

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