Lohn-Ammannsegg

Sie weiss, wie man strickt: In der «Handarbeitsstube» erhält man alle Tipps und Tricks zum Stricken

Anna Luterbacher führt seit 40 Jahren die «Handarbeitsstube Lohn».

Anna Luterbacher führt seit 40 Jahren die «Handarbeitsstube Lohn».

Anna Luterbacher führt seit 40 Jahren die «Handarbeitsstube Lohn» und verkauft Wolle und Garn. Zu diesem Anlass hat sie all ihre Kunden eingeladen, um mit ihr zu feiern.

«Wow, spür mal diese Qualität», fordert eine Frau ihre Kollegin auf. «Kaschmir, das kostet ein Vermögen», antwortet diese. In Anna Luterbachers Handarbeitsstube wird am Jubiläumstag gefachsimpelt, geplaudert und vor allem angestossen. Aus Anlass ihres 40-Jahr-Jubiläums hat sie nämlich alle ihre Kunden zu einem Apéro eingeladen. Die Regale sind gefüllt mit Garnen in den verschiedensten Farben und Materialien. Wunderschöne fertige Modelle motivieren zum Nachstricken. Seit 40 Jahren bietet Anna Luterbacher Garne und Wolle an, berät ihre Kundschaft, erklärt ihr die schwierigsten Strickmuster und weiss in jeder verzwickten Situation Rat. Über den Winter bietet die ehemalige Handarbeitslehrerin, unterstützt von ihrer Tochter Anita Antener, Strickkurse an, die alljährlich rund 80 Frauen besuchen. Diese Kurse sind nicht nur zum Erarbeiten der neuesten Trends erstrebenswert, sondern obendrein auch eine Wohltat fürs Gemüt.

Stricken auch am Meeresstrand – eine Wohltat fürs Gemüt

«Früher strickte man, weil es billiger war», blickt die 78-Jährige zurück. «Heute strickt man aus Freude und zur Therapie.» Ernst Lang, Seniorchef der Firma Lang Wolle in Reiden, der mit seiner Schwester zu den Gratulanten gehört, bekräftigt: «Heute ist Stricken Luxus und Kunst.» In raffinierter Technik würden in der Firma Luxusmaterialien – am Lager sind 5 Millionen Knäuel – hergestellt.

Anna Luterbacher, die den Grossteil der Wolle in Reiden bezieht, sei eine Künstlerin und habe eine Begabung, mit Menschen umzugehen. Beliebt bei den Strickenden ist auch Ehemann Anton. Zum 14. Mal hat er heuer die Handarbeitsreise in die Toskana organisiert.

Rund 70 Personen reisen jeweils im Frühling nach San Vincenzo, ausgestattet mit Wolle, welche am sonnigen Meeresstrand zu Erinnerungsstücken verstrickt wird.

Agnes Portmann-Leupi (Text und Bild)

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