Eine Petition, die auf petitio.ch aufgeschaltet wurde, hat innerhalb von zwei Tagen bereits 173 Unterstützerinnen und Unterstützer erhalten.

Petitionärin Marina Grolimund wünscht sich eine Buslinie, die von Derendingen nach Luterbach oder Deitingen an den Bahnhof fährt. Damit könnte man Pendlern, die in Richtung Olten unterwegs sind, den Umweg über Solothurn ersparen.

Um dieses Ziel zu erreichen müsste eine neue Buslinie erstellt werden, oder eine bereits bestehende Linie ihre Route ändern. Marina Grolimund ist in Luterbach aufgewachsen und hat sich schon bei der Einführung der Buslinie nach Luterbach gefragt, wieso keine Querverbindung nach Derendingen und Deitingen besteht. Als Pendlerin ärgert sie sich zudem darüber, dass man von Derendingen aus mit dem Bus einen Umweg von 20 Minuten nach Solothurn fahren muss, um danach in einen Zug in Richtung Olten zu steigen, der in Luterbach und Deitingen hält.

Dass die Petition innert kürzester Zeit viel Unterstützung erhalten ist, ist nicht verwunderlich. Auch in Subingen und Kriegstetten wünscht man sich Busverbindungen, die nicht nur in Richtung Kantonshauptstadt, sondern auch nach Norden oder Süden führen.

Überprüfung läuft

Das Busangebot in der Region Solothurn umfasst neun Linien des Busbetriebes Solothurn und Umgebung (BSU), sowie je eine Linie des Regionalverkehrs Solothurn RBS (Linie 8) und von Postauto Nordschweiz (Linie 12). Das Busangebot wurde, so der Regierungsrat, letztmals im Jahr 2009 gesamtheitlich überprüft und ausgebaut. Seither wurde das Konzept lediglich punktuell angepasst. Zurzeit wird das Busangebot gesamtheitlich überprüft. Die Arbeiten sollten bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Ziel der Überprüfung sei es, aufzuzeigen, wie das Busangebot mittel- bis langfristig zu konzipieren ist, damit eine verstärkte Umlagerung der Mobilität vom motorisierten Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr (öV) erreicht werden kann. Gestützt auf diese mittel- bis langfristige Planung könnte ein erstes Paket an Optimierungsmassnahmen bereits mit dem Fahrplan 2020 vorgeschlagen werden.

Busnetz optimieren

Gelüste haben auch andere. Halten und Drei Höfe haben den Wunsch nach einer verbesserten Busanbindung in ihre Räumlichen Leitbilder aufgenommen. Via Volksauftrag wurden letzten Frühling generell bessere Verbindungen mit dem Bus im Wasseramt gefordert. Hier geht es unter anderem auch um die Anbindung an die S-Bahn in Richtung Bern. Inspiriert von diesem Vorstoss, befanden die Bucheggberger Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten an ihrer Konferenz, dass der Bucheggberg seine Wünsche ebenfalls bei den zuständigen Behörden anbringen will. «Unsere Verbindungen sind ja noch schlechter», so der Tenor.

Dass Linien verlängert oder angepasst werden können, haben die Behörden erst gerade im Leberberg bewiesen. So fährt die Linie 2 nun neu teilweise bis nach Lommiswil und Selzach (vorher nur bis Bellach) oder bis Rüttenen.