Gerlafingen

Revival: Das «Desperado» holt wieder die alte «Kaktuskarte» hervor

Björn Rehm im Hauptraum des «Desperado».

Björn Rehm im Hauptraum des «Desperado».

Im November meldete die «Desperado»-Kette Konkurs an. Das Franchiseunternehmen in Gerlafingen blieb offen und kehrt zu den Wurzeln zurück. Hier wird wieder das bewährte Tex-Mex-Essen angeboten.

Björn Rehm ist seit 12,5 Jahren Geschäftsführer im «Desperado» in Gerlafingen. Als Franchiseunternehmen war das Restaurant zwar mit der gleichnamigen Restaurantkette verbunden und musste sich deshalb an das Konzept der Muttergesellschaft halten, hat sich aber trotzdem eine gewisse Unabhängigkeit bewahrt. Das erklärt, warum der Betrieb nach wie vor offen ist. Denn die «Desperado»-Kette hat letzten November Konkurs angemeldet, neun Restaurants geschlossen und die Mitarbeiter entlassen.

Rehm blickt trotzdem zuversichtlich in die Zukunft. «Wir sind noch da und wir geben alles für unsere Gäste. Wir machen jetzt das, was wir als richtig empfinden», erklärt er. Das heisst vor allem, dass man in Gerlafingen wieder die alte «Kaktuskarte» hervorgeholt hat. Damit ist die Speisekarte in Form eines Kaktus gemeint. Vor rund einem Jahr wurde in den Desperado-Restaurants die Speisekarte ausgewechselt. Weg vom bewährten Tex-Mex-Essen. «Das haben wir sehr bald gespürt. Unseren Gästen hat die neue Karte nicht zugesagt, und schon bald blieben die ersten weg.»

Die Gäste kommen wieder zurück

«Desperado» – das ist für Rehm «Lebensfreude, gute Stimmung und persönlicher und guter Service». Damit will das Restaurant auch in der Zukunft wieder punkten. Seit man mit dem Slogan «Back to the Roots» werbe, habe die Anzahl der Gäste wieder zugenommen. Sie kommen wegen des frischen und deftigen Essens: der Enchiladas und Fajitas, Guacamole, Bohnen-Mousse oder mit Cheddarkäse überbackenen Nachos. Oder wegen des Tequila Steak Guadalajara, das mit Tequila flambiert wird. «Die Reaktionen sind positiv. Wir fahren vorläufig mit der alten Karte weiter und wollen dann, gemeinsam mit unseren Gästen, im Sommer entscheiden, was wir noch ändern und verbessern können.»

Rehm ist in Gerlafingen vernetzt. Er wohnt in der Gemeinde, seine Frau arbeitet in der Gemeindeverwaltung Gerlafingen und das «Desperado» unterstützt auch die Dorfvereine. Aus diesem Grund konnte er die letzten schwierigen Wochen überstehen. Er arbeitet zudem eng mit dem «Desperado» in Moosseedorf zusammen – auch das ein Franchiseunternehmen.

Das «Desperado» ist sieben Tage in der Woche geöffnet, wochentags ab 17 Uhr, am Wochenende schon ab 16 Uhr. Das Restaurant hat 120 Innenplätze. Dazu kommt die Bar mit einem Barchef, der auch stellvertretender Geschäftsführer ist und alles mixen kann, was die Gäste wünschen. Draussen sind es 165 Plätze, wobei in aller Regel nur 120 Plätze bereitgestellt werden. «Im Sommer haben wir zudem die kubanische Aussenbar, die stark frequentiert ist.» Bekannt ist das «Desperado» auch dafür, dass jeder Geburtstagsgast auf Reservation den Hauptgang inklusive einer Überraschung gratis erhält.

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