Nachdem die Gemeinde Buchegg die Einsprachen gegen das Projekt Cutohof vor einem Jahr abgewiesen hatte, musste der Regierungsrat als nächste Instanz entscheiden. Denn vier Parteien, Anwohner des neuen Standorts für den Reittherapiehof im Buchegger Dorfteil Küttigkofen, hatten den Entscheid weitergezogen. Beim Regierungsrat erhalten die Beschwerdeführer aber auch keine positive Antwort – im Gegenteil.

Es ist ein recht kompliziertes Unterfangen, den Umzug des Reittherapiehofes von Kyburg-Buchegg an den neuen Standort Heilibrech in Küttigkofen, raumplanerisch zu bewerkstelligen. Aufgelegt wurden Ende 2017 ein Gestaltungsplan Cutohof, Teilzonenpläne Brüggmatt in Mühledorf, Huntelmatten-Heilibrech in Kyburg-Buchegg und Küttigkofen sowie der Waldfeststellungsplan – also reichlich Stoff, um irgendwo einen Haken an der ganzen Sache zu finden.

Die Anwohner schöpften bisher auch alle gesetzlich vorgesehenen Mittel aus, um diese Umsiedlung zu verhindern. Die aktuelle Auflage des Gestaltungsplans ist bereits die dritte. Die ursprünglich von Anwohnern befürchteten Geruchsemissionen taugten aber nicht als Hinderungsgrund. Die Abstände werden klar eingehalten. Die Beschwerdeführer nannten deshalb in der Auflage 2017 neue Gründe, um das Projekt zu Fall zu bringen.

Zweckmässig?

Die Beschwerdeführer waren der Meinung, dass «es keine zwingenden Gründe dafür gibt, das Vorhaben an diesem Standort zu realisieren. Die Argumente, dass Alternativstandorte in der falschen Zone liegen würden oder zu teuer seien, sind nicht stichhaltig. Weiter ist im Fall einer Einzonung der Planungsmehrwert abzuschöpfen.»

Dem entgegnet der Regierungsrat, dass die Zweckmässigkeit der Einzonung nicht davon abhänge, ob zwingende Gründe für diesen Standort sprechen. «Es ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern auch nicht ausgeführt, inwieweit der geplante Standort nicht zweckmässig sein sollte.» Die Vorinstanz habe den Standort aus betrieblichen Gründen als besonders gut geeignet eingestuft. Er liege in Fussdistanz zum «Blumenhaus», dem grössten institutionellen Kunden des Cutohofs. Für andere institutionelle Kunden sei der Standort ebenfalls gut erreichbar.
Weil die angefochtenen Nutzungspläne im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Planungsausgleichsgesetzes bereits aufgelegt waren, ist dieses im vorliegenden Planverfahren nicht anwendbar.

Kompensation nicht nachhaltig?

Die Beschwerdeführer argumentierten zudem, dass die kompensatorischen Auszonungen nicht nachhaltig seien. Es sei über kurz oder lang wieder mit Wiedereinzonungen zu rechnen. Dazu erklärt der Regierungsrat, dass die Auszonungen vorbehaltlos erfolgen. Eine allfällige Wiedereinzonung hätte dieselben Hürden zu nehmen wie die erstmalige Einzonung von Landwirtschaftsland.

Weiter verlangten die Beschwerdeführer, dass die Anzahl von Freizeit- und Pensionspferden in den Sonderbauvorschriften strikt auf zwei limitiert werden müssten. In den Sonderbauvorschriften ist die Rede von zehn Grossvieheinheiten. Der Regierungsrat hält dazu aber nur fest, dass laut Sonderbauvorschriften das Therapiereiten gegenüber dem Freizeitreiten zu überwiegen hat.

Auch in den weiteren Punkten bleibt der Regierungsrat voll und ganz auf der Linie der Vorinstanz (Gemeinde Buchegg) und den Betreibern des Reittherapiehofs. Die Pläne werden allesamt genehmigt. Die Beschwerden werden abgewiesen. Die Beschwerdeführer müssen die Kosten des Verfahrens in der Höhe von 2000 Franken bezahlen sowie eine Parteienentschädigung in der Höhe von 3358.40 Franken. Der Entscheid kann innert zehn Tagen bei der nächsten Instanz, dem kantonalen Verwaltungsgericht, angefochten werden.