Subingen

Mobilitätsmanagement könnte Fluchtverkehr reduzieren

In Subingen drückt der Schuh vor allem beim Verkehr. Kaum staut es auf der Autobahn, rollt der Fluchtverkehr durchs Dorf. (Symbolbild)

In Subingen drückt der Schuh vor allem beim Verkehr. Kaum staut es auf der Autobahn, rollt der Fluchtverkehr durchs Dorf. (Symbolbild)

Der Subinger Gemeinderat erhofft sich durch das Agglomerationsprogramm eine Verkehrsentlastung.

Die Repla Espace Solothurn ist an der Erarbeitung des Agglomerationsprogramms der vierten Generation. An einem Workshop im April gaben zahlreiche Gemeindevertreter ihre Inputs zur Gestaltung des Zukunftsbildes der Region. Die Repla möchte nun noch Wissenslücken füllen und gelangte mittels Fragebogen an die Gemeinden, um deren Bedürfnisse in den Bereichen Siedlung, Verkehr und Landschaft auszuloten. Sie will ein neues Paket mit Massnahmen schnüren, das vom Bund mitfinanziert wird. In Subingen drückt der Schuh vor allem beim Verkehr. Kaum staut es auf der Autobahn, rollt der Fluchtverkehr durchs Dorf. «Wir sind je länger je mehr am Anschlag», beklagte sich Urs Ledermann. Als Möglichkeit, dieses Problem zu lösen oder wenigstens zu minimieren, sieht er ein Mobilitätsmanagement. Sein Vorschlag ist, auf der Autobahn Informationen über Länge und Dauer des Staus anzubieten, damit der Autofahrer sieht, dass es unter Umständen nichts bringt, die Autobahn zu verlassen und durch die Dörfer zu fahren.

An vier Abenden steht die Subinger Schulschwimmhalle der Öffentlichkeit zur Verfügung. Turnverein, Männerriege und Schwimmclub stellen jeweils Leute für die Aufsicht. Der Schwimmclub bekundet immer mehr Mühe, am Freitag Mitglieder für diesen Dienst zu finden. Nun fragte sich der Gemeinderat, ob es überhaupt noch sinnvoll sei, das Bad für die Öffentlichkeit aufzumachen. Meist würden nur zwei bis vier Personen das Angebot nutzen. Raphael Probst erinnert sich, dass sie früher zu zehnt oder mehr dort gebadet und geplanscht hätten. Urs Ledermann vermutet, dass die Leute gar nichts von dieser Badi wissen. Man müsste mehr Werbung dafür machen, forderte er. Das Bad zu schliessen, ist für den Gemeinderat keine Option, denn es wird tagsüber rege von den Schulen genutzt. Stephanie Béguelin schlug vor, das Bad fremd zu vermieten. Um die Engpässe bei den Aufsichten zu vermeiden, beschloss der Gemeinderat, die Halle nur noch am Montag und Dienstag schwergewichtig für Schwimmer und Schwimmerinnen zu öffnen. Am Donnerstagabend würde das Becken den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehen. Dann können sie nach Herzenslust spritzen, planschen und lärmen.

2020 gibt es noch Strom von der AEK

Der Gemeinderat konnte mit der AEK eine Übergangslösung für die Energieversorgung bis Ende Juni vereinbaren. Die Bedingungen bleiben dieselben wie bisher. In der Zwischenzeit wird sich die Planungskommission mit einer Ausschreibung für einen neuen Anbieter befassen. Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold betonte, dass eine Ausschreibung den Zweck hat, den Markt zu sondieren, und nicht um eine gemeindeeigene Stromversorgung zu realisieren. «Dies ist nicht Aufgabe der Gemeinde», so Ingold. Michael Kummli will eine saubere Ausschreibung, die nachvollziehbar ist. Wenn sich eine Alternative zur AEK herauskristallisiert, kann die Gemeinde den Vertrag auf Ende Juni kündigen.

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