Merkblatt
Der Gemeinderat Buchegg will den leidigen Diskussionen um Bäume einen Riegel schieben

Der Gemeinderat Buchegg stimmt einem Merkblatt zum Umgang mit geschützten und erhaltenswerten Bäumen zu.

Rahel Meier
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Markante Bäume sollen möglichst erhalten werden.

Markante Bäume sollen möglichst erhalten werden.

Beispielbild

Der Umgang mit erhaltenswerten und geschützten Bäumen in der Gemeinde Buchegg hatte immer wieder Diskussionen zur Folge. Nun wurde das Thema professionell aufgearbeitet und alles Wichtige in einem Dokument festgehalten.

Das Dokument basiert auf dem Zonenreglement der Gemeinde. Es wurde von der Umwelt-, Landwirtschafts- und Forstkommission (ULFKO) einstimmig genehmigt und vom Bauverwalter geprüft und als in Ordnung befunden. Mit dem Merkblatt ist es nun möglich, dass die Gemeinde und die Bauverwaltung nun einheitlich agieren und kommunizieren.

Schützenswert und erhaltenswert ist nicht dasselbe

Grundsätzlich wird zwischen geschützten und erhaltenswerten Bäumen unterschieden. Die Vorgaben für den Umgang mit geschützten Bäumen sind deutlich strenger. Bei beiden Typen braucht es aber eine Schutzentlassung, wenn sie gefällt werden sollen. Zudem ist festgehalten, dass die Pflege der Bäume Sache der Eigentümer ist und bei einer Beseitigung wenn immer möglich für eine artgleiche Ersatzpflanzung zu sorgen ist. Auf öffentlichen Grundstücken sind die Bäume zwingend zu ersetzen.

Muss ein Baum aus unabdingbaren Gründen wie Krankheit, Alter, Gefährdung oder Problem für Gebäude gefällt werden, kann die Gemeinde zudem freiwillig einen einmaligen Beitrag für den Ersatzpflanzung sprechen.

Schutz ebenso möglich, wie Schutzentlassung

Im Rahmen der laufenden Ortsplanung wird das Naturinventar und -konzept der Gemeinde Buchegg aktualisiert. Markante Einzelbäume werden darin aufgenommen und es soll eine Schutzbestimmung für gewisse Bäume abgegeben werden. Diese Bäume werden dann mit dem Eintrag in den Nutzungsplänen und im Zonenreglement gesichert. Gleichzeitig besteht aber auch die Möglichkeit, dass Bäume aus dem Schutz entlassen werden können.

Im Rahmen der Diskussion über die Ortsplanung wird ausserdem entschieden, wie künftig mit den erhaltenswerten Bäumen umgegangen werden soll.

Nach der ersten Lesung ein Aufwandüberschuss

Der Gemeinderat hat sich zudem in einer ersten Lesung mit dem Budget beschäftigt. Es basiert auf dem bisherigen Steuerfuss von 110 Punkten. Das Budget zeigt vorderhand noch einen Aufwandüberschuss von rund 400'000 Franken. Laut Gemeindepräsidentin Verena Meyer werden bis zur zweiten Lesung noch diverse Abklärungen getroffen und Korrekturen vorgenommen.

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