Lüsslingen-Nennigkofen
Ein 300 Meter langes Trottoir soll die Schulwegsicherheit auf der Bürenstrasse erhöhen

Das Projekt stösst im Gemeinderat von Lüsslingen-Nennigkofen auf breite Zustimmung. Gleichzeitig werden auch die bestehenden Bushaltestellen behindertengerecht umgebaut.

Rahel Meier Jetzt kommentieren
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Neues Trottoir, breiterer Radstreifen und neue Bushaltestellen sind geplant.

Neues Trottoir, breiterer Radstreifen und neue Bushaltestellen sind geplant.

Rahel Meier

In Lüsslingen soll die Schulwegsicherheit auf der Bürenstrasse im Bereich des Schulhauses erhöht werden. Schon vor zehn Jahren ging deswegen ein Begehren aus der Bevölkerung ein. Aber erst jetzt wurde eine Lösung gefunden, die nun umgesetzt werden soll.

Der Gemeinderat Lüsslingen-Nennigkofen begrüsst das Projekt. Gemeindepräsidentin Susanne Rufer meint auf Anfrage:

«Wir sind froh, dass das Projekt nun umgesetzt wird und die Schulkinder bald sicherer zum Schulhaus laufen können.»

Man habe lange auf die Umsetzung gewartet. Positiv zu bemerken sei zudem, dass die Anstösser des Projektes dem Neubau ebenfalls positiv gegenüberstünden.

Trottoir, Radstreifen und Bushaltestellen

Geplant ist, auf der Nordseite der Bürenstrasse von der Einmündung Mühleacker bis zur Bushaltestelle «Käserei» bei der Einmündung Bahnhofstrasse, ein rund 300 Meter langes und 1,5 Meter breites neues Trottoir zu bauen.

Der bestehende Fussgängerstreifen mit Mittelinsel bei der Bushaltestelle bleibt bestehen. Dem Wunsch nach einem weiteren Fussgängerstreifen hat das Amt für Verkehr und Tiefbau aber nicht entsprochen. Der bestehende bergwärts führende Radstreifen soll von heute 1,25 auf neu 1,5 Meter verbreitert werden.

Gleichzeitig mit dem Trottoirneubau werden die Bushaltestellen beidseits behindertengerecht als Fahrbahnhaltestellen ausgebaut und um einige Meter verschoben.

Die Eindolung des Eimattbaches bleibt vorderhand bestehen.

Die Eindolung des Eimattbaches bleibt vorderhand bestehen.

Rahel Meier

Der Eimattbach unterquert die Bürenstrasse im Projektperimeter. Die Eindolung wird belassen und erst 2027, wenn die Kantonsstrasse saniert werden soll, ebenfalls saniert.

Dorfbild erhalten

Lüsslingen verfügt über ein Ortsbild von nationaler Bedeutung: Entlang der Bürenstrasse liegen diverse geschützte Gebäude. Die Denkmalpflege hat sich deshalb ebenfalls zur neuen Gestaltung und der Verbreiterung der Strasse mit dem Trottoir geäussert. Gefordert wurde unter anderem, dass sich Einfriedigungen, Bepflanzungen und Beläge entlang der Bürenstrasse dem Zweck der Ortsbildschutzzone unterordnen müssen.

Die Eingriffe in die angrenzenden Liegenschaften werden unter anderem auch deshalb möglichst klein gehalten. Trotzdem ist für den Bau des neuen Trottoirs und die neuen Bushaltestellen Landerwerb von vier Parzellen in der Grösse von knapp 190 Quadratmeter nötig.

Begrünung gemeinsam planen

Heute bestehende Bauten, wie Gartenmauern oder Böschungen, die von den Arbeiten tangiert sind, werden neu erstellt. Es wird zudem angestrebt, ein gemeinsames Begrünungskonzept mit Wildhecken und Magerwiesen umzusetzen. Wichtig sei, so steht es im technischen Bericht zum Trottoirneubau, vor den Bauarbeiten einen Baumpfleger beizuziehen, um den Baumschutz während der Bauarbeiten zu gewährleisten.

Der Kanton hofft, bereits im Juli mit den Bauarbeiten starten zu können. Geplant ist die Ausführung in zwei Etappen. Die erste Etappe umfasst die südliche Bushaltestelle «Käserei» mit allen Anpassungen und die zweite Etappe das nördliche Trottoir mit den neuen Böschungssicherungen und den Anpassungen. Der Verkehr wird während beiden Etappen einspurig geführt.

Die Pläne für den Trottoirneubau liegen noch bis zum 3. Mai öffentlich auf. Dem kantonalen Erschliessungsplan kommt gleichzeitig die Bedeutung der Baubewilligung zu.

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