Lüsslingen-Nennigkofen
Die Bevölkerung hat nun doch die Wahl

In Lüsslingen-Nennigkofen streiten sich neun Kandidatinnen und Kandidaten um sieben Sitze. Sechs Bisherige treten wieder an.

Rahel Meier
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Sommer 2019: Susanne Rufer leitet ihre erste Gemeinderatssitzung als neue Gemeindepräsidentin.

Sommer 2019: Susanne Rufer leitet ihre erste Gemeinderatssitzung als neue Gemeindepräsidentin.

Tom Ulrich

Eigentlich hatte man sich im Gemeinderat Lüsslingen-Nennigkofen auf stille Wahlen verständigt. Letztlich hatte man aber mehr Kandidatinnen und Kandidaten als es Sitze gibt. Darum wird nun doch an der Urne gewählt. Man erinnert sich: Vor vier Jahren schaffte es Roland «Ramon» Mullis im Alleingang auf der Liste mit dem Namen «Neue Freiheit» in den Gemeinderat. Er kandidiert für eine zweite Legislatur und mit ihm findet sich auch Ersatzgemeinderat Dario Principi auf der Liste.

Auf der zweiten Liste haben sich die FDP und die SP zusammengetan. Sechs Bisherige stellen sich der Wiederwahl. Dazu kommt mit Robin Schürmann ein Neuling.

Zusammenarbeit im Gemeinderat ist gut

«Ich bin nicht unglücklich, dass es Wahlen gibt», meint Hans Leuenberger (Parteipräsident FDP). Das Ziel von FDP und SP sei es die bisherigen sechs Sitze halten zu können. Die Stimmung im Gemeinderat und die sei gut. «Es geht allen um die Sache.» Das bestätigt auch Manfred Baumann (Parteipräsident SP).

«Wir haben uns für eine gemeinsame Liste mit der FDP entschieden, weil wir das Gefühl haben, dass die Gemeinderäte gemeinsam, ruhig und sachlich arbeiten.»

Auch Baumann ist daran interessiert, dass die beiden etablierten Parteien weiterhin die Mehrheit behalten. Sowohl Baumann als auch Leuenberger attestieren aber Roland «Ramon» Mullis, dass er sehr gute Arbeit leiste und sich sehr zugunsten der Gemeinde einsetze.

«Mal sehen, ob mein Engagement belohnt wird»

Letzterer wiederum möchte seinen Gemeinderatssitz gerne verteidigen. «Ich habe mich in den letzten vier Jahren eingesetzt und bin gespannt, was man im Dorf nun dazu sagt.» Mullis denkt, dass Lüsslingen-Nennigkofen in den nächsten Jahren noch etwas grüner und nachhaltiger werden könnte. Einiges sei schon passiert. «Auch wir müssen in Zukunft vermehrt aufs Geld schauen», so Mullis weiter.

In der nächsten Legislatur müsse man sich in der Gemeinde sicher mit dem Elektranetz auseinandersetzen, das zurzeit ja noch in beiden Dorfteilen einzeln geführt wird. «Wenn die beiden Netze irgendwann zusammengeführt sind, dann gibt das rund 100'000 Franken, die an Kaufkraft im Dorf verbleiben», macht er die Dimension des Projektes deutlich. «Mir ist es zudem ein Anliegen, dass die Gemeindeversammlung aufgewertet wird. Direkte Demokratie ist eine gute Sache. Das sollte nicht einschlafen.»

Das Elektranetz sehen auch Hans Leuenberger und Manfred Baumann als eine der dringendsten Aufgaben in der neuen Legislatur an. Zudem möchte man in der Gemeinde den Wärmeverbund Mehrzweckhalle ausbauen. «Wichtig ist auch, dass wir die Schule im Dorf halten können», so Baumann.

Weitere Arbeiten sind zudem die geplante Renaturierung des Eimattbaches und die Generelle Wasserversorgungsplanung (GWP) und der Generelle Entwässerungsplan (GEP) die vor kurzem beim Kanton zur Genehmigung eingereicht wurden.

Die Kandidatinnen und Kandidaten


FDP, SP, Unabhängige

Tobias Bucher (bisher)
Esther Isch Luginbühl (bisher)
Roland Liechti (bisher)
Brigitte Rohrbach (bisher)
Susanne Rufer (bisher)
Robin Schürmann

Neue Freiheit

Roland «Ramon» Mullis (bisher)
Dario Principi (bisher Ersatz)

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