Lohn-Ammannsegg
Einsprachen zur Ortsplanung: Entwicklung beim Bahnhof verunsichert

Zweite Auflage der Ortsplanungsrevision in Lohn-Ammannsegg läuft noch bis 1. Juni. Der Gemeinderat will dabei speziell auch die Kritik bei der Entwicklung des Bahnhofgebiets angehen.

Urs Byland
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Die Ortsplanungsrevision von Lohn-Ammannsegg ist in der zweiten Auflage.

Die Ortsplanungsrevision von Lohn-Ammannsegg ist in der zweiten Auflage.

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Die Gesamtrevision der Ortsplanung von Lohn-Ammannsegg wurde im Sommer 2020 öffentlich aufgelegt. Insgesamt elf Einsprachen wurden eingelegt. Nun liegt die Planung ein zweites Mal öffentlich auf (noch bis 1. Juni) mit allen Änderungen gegenüber der ersten Auflage.

Die Planungskommission und der Gemeinderat haben laut Bericht entschieden, die Nutzungsplanung unter Berücksichtigung berechtigter Anliegen von Einsprechern teilweise anzupassen. Zudem wurden im Zonenreglement einige Ergänzungen und redaktionelle Korrekturen vorgenommen.

Verzichtet wird auf eine Umzonung der Parzelle 784 in die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Sie bleibt in der Wohnzone 2, wird aber neu W2b (dicht) zugewiesen. Für den mittel- bis langfristigen Bedarf der Gemeinde stünden auch ohne dieses Grundstück in der Nähe der Schule und der Kindergärten genügend Flächen zur Verfügung, so die Begründung. Da das Grundstück an einer für das Ortsbild relevanten Lage liegt, wird die Parzelle im Sinne der Qualitätssicherung mit einer Gestaltungsplanpflicht belegt.

Ergänzung zu Mobilfunkanlagen

Zugestimmt hat der Gemeinderat einem Antrag zu Mobilfunkanlagen. Aufgenommen wird die Ergänzung der «visuell wahrnehmbaren» Mobilfunkanlagen. Da Mobilfunkanlagen die gesetzlich vorgeschriebenen Strahlungsgrenzwerte einhalten müssen, sei eine mögliche Beeinträchtigung durch neue Mobilfunkanlagen rein visueller beziehungsweise ideeller Natur.

Weiter wird ergänzt, dass in den übrigen Bauzonen eine «visuell als solche erkennbare Mobilfunkantenne nur erstellt werden» kann, wenn ihre Erstellung in den Bauzonen übergeordneter Priorität aus sachlichen Gründen nicht möglich ist. Rein wirtschaftliche Gründe seien grundsätzlich keine ausreichenden Gründe.

Kritik vom Gewerbe beim Bahnhof

Gross sei der Widerstand der betroffenen Gewerbebetriebe im Entwicklungsschwerpunkt Bahnhof. Das Bahnhofareal erfährt im Rahmen der hängigen Ortsplanungsrevision wohl die weitreichendsten Veränderungen, so der Raumplanungsbericht.

Die Entwicklung des Areals und die damit verbundenen Veränderungen werden von einem Teil der bestehenden Gewerbebetriebe kritisch aufgenommen. Es werden Nutzungskonflikte befürchtet, welche sie in ihrer Existenz oder ihrer Weiterentwicklung behindern könnten.

Nach der Erstauflage der Ortsplanungsrevision hat sich die Kritik eines Teils der Gewerbetreibenden akzentuiert. Der Gemeinderat hat daraufhin Gespräche geführt und Kompromisse gesucht. In der zweiten Auflage wird deshalb zusätzlich orientierend nochmals über die planerischen Absichten und Abwägungen im Entwicklungsschwerpunkt informiert. Denn, so die Meinung des Gemeinderates, unter dem Strich würden die öffentlichen Interessen an der Entwicklung des Bahnhofgebiets und dem damit verbundenen Erschliessungs- und Entflechtungsbedarf bei weitem überwiegen.

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